Encore Schnipsel

– Nach dem Zusammenlegen von fünf Körben Wäsche auf dem Bett hat mein Rücken das dringende Bedürfnis, sich auf dem dadurch vergrößerten Fußboden auszustrecken. Ich habe ihn aber doch lieber ins Bett gesteckt.

– Den Lacher des Tages brachte ein Kollege, ausgestattet mit ziemlich trockenem Humor. Er bat darum, ein bestimmtes Dokument nochmal einsehen zu können, ob man es ihm mailen könne, oder ob er selbst irgendwie drankäme. Ich schickte es ihm, verbunden mit der Info, wie er es im DMS hätte finden können. Er schrieb zurück, bedankte sich freundlich und fügte an „Das hast Du doch gerne gemacht, liebe Gecko.“ Ähm ja, ich glaube, dieser Satz geht anders 😉

– Man glaubt ja gar nicht, wie frech so ein knapp Zweijähriger grinsen kann, wenn er aus dem Wohnzimmer ausgebüxt ist und kurz darauf von mir oben in der Schlafzimmertür stehend gefunden wird, die er mir dann genüsslich vor der Nase zumacht. Und nochmal und nochmal und nochmal. (Und nochmal.)

– Höchstwahrscheinlich werde ich demnächst tatsächlich wieder ein Fitnessstudio betreten, möglicherweise sogar regelmäßig. Ich habe da ja noch zwei Gutscheine, und wir haben endlich einen Abend definiert, der dafür freigehalten wird. Diese Woche wird es noch nichts, aber nächste soll es losgehen. Ich bin gespannt.

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Räumerei

Der Neujahrschwung hält an, heute wurde er gleich auf drei Räume angewandt. 

Ich legte vormittags los mit dem Kinderzimmer, ungeplant, aber schon lange überfällig. Es beherbergte noch immer Überreste aus seiner Gäste- und Nähzimmerzeit, und das 4×4-Expedit war, naja, eher suboptimal eingerichtet. Der Minigecko turnte derweil um mich herum, hämmerte, baute Türmchen, drehte seinen Eisenbahnkreisel, verlangte, dass ich den Kreisel drehe, und erfreute sich an den frisch freigeräumten oder neu bestückten Fächern. Irgendwann wurde er aber hungrig und dann müde, so dass dieses Betätigungsfeld ruhen musste.

Wir hatten aber ja noch mehr vor, und so ging es etwas später im Keller weiter. Die Waschküche ist derzeit noch Waschküche/Schaltzentrale/Sicherungskasten/Laborerweiterung, soll aber aufgemotzt werden zu Nähzimmer/Waschküche/Schaltzentrale/Sicherungskasten/Laborerweiterung, das ganze auch noch beheizt, mit besser isoliertem Fenster und angenehmerem Boden. Heute wurden daher die Waschmaschinen neben den Trockner geräumt, dazu die Wasserzu- und ableitung verlängert, Steckdosen umgesetzt und das Licht verbessert.

Nach ein paar Stunden zog ich mit dem Sohn wieder in wärmere Gefilde um, er wollte dann ganz nach oben. Also sortierte ich noch zwei Kistchen mit Kerzen und Zubehör in eine größere um, ich hatte mir nämlich einen neuen Platz dafür ausgedacht, als ich im Keller war, und irgendwie war ich so im Schwung, dass ich auf einmal im Büro angelangt war. Ich schaffte Platz für den Rollcontainer, der schon ein paar Wochen im Flur auf den Einzug ins Büro wartete – erstaunlicherweise war das gar nicht so aufwändig, wie ich gedacht hatte. Der Container hört auf den Namen Goliath und war schonmal meiner. Wie lange genau das her ist, weiß ich nicht mehr, aber 20 Jahre kommen in etwa hin. Jetzt steht er jedenfalls im Büro und umrahmt meinen Schreibtisch zusammen mit seinem damaligen Nachfolger. Familienzusammenführung, sozusagen. Ich konnte ihn auch direkt mit Hängeregistern und Kabeln füllen, die auf ein Zuhause gewartet hatten.

Keiner dieser drei Räume ist fertig geworden, aber allen geht es besser 🙂

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Späte Schnipsel

– Das Wetter hat eine Suppen- und Eintopfphase ausgelöst. Diese Woche bislang Thaisuppe mit Huhn, Kichererbsensuppe und Pasta e Fagioli. Morgen vielleicht Kartoffelgulasch, mal sehen.

– Ich habe das dringende Bedürfnis, Socken zu stricken.

– Es ist möglich, dass der Minigecko pünktlich zu seinem Geburtstag feststellt, dass er eigentlich schon längst laufen kann. Er wird jeden Tag sicherer.

– Ich muss dringend zum Frisör. Sehr.

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Klebrige Angelegenheit 

Heute morgen, angesichts einer geschlossenen Schneedecke, entschied ich mich am Schuhschrank erstmals diesen Winter für die Winterschuhe anstatt der Wanderschuhe. Aufgrund der Schicht aus Baustaub vermute ich, dass ich die Schuhe schon zwei bis drei Jahre nicht mehr anhatte, es gab ja auch nicht wahnsinnig viel Schnee. 

Jedenfalls fiel mir im Büro schon beim Betreten auf, dass ich am PVC-Boden kleben blieb. Je länger ich an einer Stelle stand, desto schwerer konnte ich mich lösen – und „lange“ war etwa eine halbe Minute. Sehr merkwürdig, ich vermutete irgendwas mit Gummisohle, Streusalz und geschmolzenem Schnee. Die hilfreichen Kolleginnen schlugen vor, einfach nicht mehr von meinem Stuhl aufzustehen, das fand ich aber etwas unpraktisch.

Irgendwann fielen mir Brösel und größere Gummistücke unter meinem Schreibtisch, daneben und im Flur auf, und ein genauerer Blick auf meine rechte Schuhsohle ergab, dass diese sich auflöste. Ups. Ich rechnete mal genauer nach und kam zu dem Schluss, dass die Schuhe vermutlich schon an die 10 Jahre alt sind… ich hätte zwar nicht damit gerechnet, dass die sich dann auflösen, aber so ist es dann wohl… die Mittagspause nutzte ich dann jedenfalls spontan dazu, heimzufahren und die Schuhe zu wechseln.

Und irgendwann sollte ich mir wohl mal neue Winterschuhe zulegen 😉

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Ärmellos

Ich war mir ja wirklich sicher, die Anleitung ganz gelesen zu haben. Trotzdem habe ich vorhin nach 22cm Arbeit einen Ärmel fertiggestellt und danach bemerkt, dass ich immer mal wieder Maschen hätte zunehmen sollen. Leider ging mir das bei dieser Art Anleitung schonmal so… jedenfalls darf ich jetzt nochmal zwei statt nur noch einen Ärmel stricken, ich bin also quasi ärmellos. Hmpf.

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Büroleiden

Das Büro und der dortige Schreibtisch ist vermutlich der vernachlässigste Bereich unseres Hauses. Das liegt nicht an den dort auszuführenden Tätigkeiten, ganz im Gegenteil, ich hätte das sehr gerne sehr anders. Es liegt viel mehr daran, dass der Minigecko das Büro auch höchst spannend findet. Er möchte dann den laufenden Rechner ausschalten oder gleich die ganze Steckdosenleiste, krabbelt in den Rollcontainer, wirft mit dem Papier, das man gerade sortiert hat oder sortieren möchte, und haut hingebungsvoll auf Maus oder Tastatur, gerne auch mal mit dem einen aufs andere. Sinnvolles Arbeiten ist also nicht möglich, wenn er mit im Raum ist. Wenn er im Raum nebenan ist, dem Kinderzimmer, geht es auch nur wenige Minuten, bis er in der Tür steht und unbedingt mitmachen will, siehe oben. Wenn er schläft höre ich ihn bei jedem Mausklick, jedem Rollen des Stuhls und erst recht beim Drucken, irgendwann wacht er unweigerlich auf. Bleiben also die Zeiten, in denen er und ich nicht alleine daheim sind, und der Geckomann nicht gerade Holz sägt, lötet, irgendwas mit winzigen Schrauben macht oder am Stromkasten arbeitet, und das ist gar nicht mal soo häufig. Zwischen den Jahren wollten wir uns einen ganzen Bürotag machen, da hätten wir auch richtig was hinbekommen, aber dann waren wir krank. Tja. Das Büro leidet noch immer.

Ach ja, außerdem brauchen wir doch noch irgendeine Art Tür, vermutlich eine Schiebetür. Wenn man es derzeit nämlich tatsächlich ins Büro geschafft hat und länger als fünf Minuten dort bleiben darf, dann friert man sich unweigerlich die Finger ab… 😉

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Neues aus dem Lazarett

Wenn ich die letzten Tage nicht damit beschäftigt war, große oder kleine kranke Geckomänner zu versorgen, bergeweise Wäsche zu waschen, zu arbeiten oder Schlaf nachzuholen (oder mir eine Füllung wieder einsetzen zu lassen…), dann habe ich tatsächlich auch mal wieder Zeit mit Wolle und Nadeln verbracht.

Wie beim letzten Jahreswechsel habe ich auch diesen zum Anlass genommen, einige UFOs zu beenden. Diesmal waren dies zunächst eine graue quergestrickte Weste, die schon eine Weile fertig war und jetzt auch endlich verwahrt ist (und bereits zur Arbeit getragen wurde, wo sie hervorragende Dienste gegen kühlen Luftzug am Rücken leistete), die Drops-MCAL-Häkeldecke The Meadow, ebenfalls noch nicht vollständig verwahrt, sowie ein kleines Geschenkprojekt, von dem noch etwa fünf Prozent fehlten, und mein erstes Westknits-Projekt, der Exploration Station, dem auch nur noch das Verwahren der Fäden fehlte. 

Heute Abend habe ich dann eine Stunde damit zugebracht, mich zu entscheiden, welches UFO ich als nächstes fortsetze – jetzt sind nämlich noch vier Projekte übrig, die maximal halb fertig sind. Es gibt da zwei zukünftige Paare Socken, die bislang aus lediglich einem Exemplar bestehen, außerdem das 2016er Westknits-MKAL-Tuch Building Blocks, und ein Streifenpulli für den Sohn. Für den habe ich mich nun auch entschieden, schließlich wird er nicht mehr passen, wenn ich zu lange dafür brauche 😉

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Tagebuchfünf Januar 2017

Die erste Fünf im Jahr 2017, guten Tag 🙂 Frau Brüllen fragt und sammelt wieder, und ich mache mal wieder mit.

Der Tag beginnt wach, wir haben bis halb zwölf Besuch und räumen danach noch ein wenig auf sitzen noch zusammen auf dem Sofa. Um halb eins liege ich dann aber im Bett und schlafe auch bald.

Wach werde ich um kurz nach 7 erst von einem Quäken im Babyfon, dann von des Geckomanns Wecker (der hat schon vorher geklingelt, aber da hab ich ihn nicht gehört.) Der Quäker wird kurz darauf von seinem Papa aus dem Bett geholt, und während der eine gewickelt und angezogen wird, verschwindet der andere zur Arbeit. Zwischendurch werfe ich einen Blick aus dem Fenster und huch! Überall Schnee! Wer hätte denn damit gerechnet?

Um 8 sind wir dann unten, der junge Mann hätte gerne Frühstück. Er möchte außerdem sichergehen, dass ich nicht aus Versehen umfalle, und hält mein Bein gut fest – so kann nichts passieren. Danach kümmere ich mich um Geschirr und Spülmaschine, während draußen immer mehr Gehwege geschippt werden. Nach einer weiteren Windel stecke ich das Kind in Schneeanzug und Schuhe und gehe mit ihm raus, auf der Suche nach der Schneeschippe. Diese scheint sich auf dem Dachboden der Werkstatt zu befinden, ich nehme mit dem Besen vorlieb. Mein kleiner Helfer kehrt indessen mit seinen Handschuhen das Mäuerchen unter dem Zaun frei, verliert dabei aber ab und zu einen Habdschuh und muss sich beschweren – die kühle Luft an den Händen scheint nicht zu stören, aber das komische nasse weiße Zeug. Stellenweise muss ich sogar nur die vorhandenene Spur im Schnee verbreitern, weil einer unserer kleiner Nachbarn vorher mit seinem Opa Schnee geschaufelt hat (mit seiner eigenen kleine Schneeschaufel) und dabei vor lauter Begeisterung wohl auch bei uns zu Werke ging. Er kommt währenddessen auf dem Schlitten vorbei, ich bedanke mich und er grinst. Nachdem ich mir also einen Teil der Arbeit sparen konnte mache ich auf der anderen Seite bei der direkten Nachbarin weiter, das ist nicht viel und ich bin ja gerade eh dabei. Dann will der kleine Schneemann aber dringend wieder rein, es ist schon 11 und er scheint recht müde. Er darf also ins Bett, und ich verwirre einen dpd-Fahrer, indem ich ihm erst freundlicherweise ein Päckchen abnehme, das zu breit für unseren Briefkasten ist, dann aber wieder umkehre und ihn am Einsteigen hindere, denn es ist zwar die Straße und Hausnummer richtig, aber weder Name noch Ort. Ich habe zwar schon hin und wieder Briefe für falsche Hausnummern in der gleichen Straße bekommen und dann eben zu den richtigen Leuten gebracht, auch sehr beliebt ist die falsche Straße mit der richtigen Hausnummer (sowas wie Donnerbergstraße, wie sind aber Donnerstraße), das habe ich anfangs auch mal selbst weggebracht, aber in die Kreisstadt fahre ich dann sicher nicht…

Danach beginne ich diesen Artikel, zwischendrin klingelt das Telefon. Eine der örtlichen Kitas ist dran, die hatten sich vor Weihnachten schon einmal gemeldet. Der Platz ist nun ab April sicher, als Ganztagsplatz, und ich kann jetzt nicht weiterschreiben, sondern muss erstmal ein Freudentänzchen aufführen!

Nach anderthalb Stunden wacht der Sohn wieder auf und bekommt Mittagessen. Im Anschluss versuche ich, ein paar weitere Punkte im Fragebogen des Frühförderzentrums auszufüllen, während neben mir hingebungsvoll die Zeitung angemalt wird. Ich packe ein Karamellbonbon aus und beiße beim zweiten Biss auf etwas sehr Hartes. Eine Untersuchung erbringt, dass es sich um eines meiner Inlays handelt – wunderbar. Ich spüle mir mal schnell den Mund aus und bemerke, dass es auch etwas weh tut. Der Anruf beim befreundeten Zahnarzt erbringt, dass ich direkt vorbeikommen kann und dass seine Frau auch da ist, was die Koordination von Kind und ärztlicher Versorgung meines Zahns deutlich erleichtert. Kurz vor vier sind wir also in der Praxis und unterhalten eine ganze Weile erst das Wartezimmer und dann die am Behandlungszimmer vorbeikommenden Helferinnen. Zu meiner großen Begeisterung ließ sich das Inlay nach ein wenig Vorarbeit wieder einsetzen, und während ich es andrücken sollte, kam der Geckomann dazu, um den Minigecko zu übernehmen und mich liebevoll zu veräppeln (dankenswerterweise hat er aber kein Foto gemacht). Kurz vor sechs sind wir wieder daheim und haben auch einen Plan fürs Essen. 

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Lesen

Gestern habe ich für mich ein paar Vorsätze formuliert (jetzt beim darüber Nachdenken fällt mir auf, dass man die unter „verbesserte Work-Life-Balance“ zusammenfassen könnte, wenn man den Begriff mögen würde), und dabei eine Sache vergessen, die ich vorher eigentlich im Kopf hatte dafür. Frau Mutti hat mich aber gerade wieder daran erinnert – ich will wieder mehr lesen. Also eigentlich ist das Wollen nicht das Problem, sondern eher das Schaffen der entsprechenden zeitlichen Möglichkeit. Und es würde auch helfen, wenn der EBook-Reader immer einsatzbereit wäre und ich ihn etwas besser füttern würde… dafür hab ich zum Geburtstag ja auch extra nen Gutschein bekommen, den muss ich mal umsetzen. 

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Aufgebrezelt 

Schon Silvester 2015 habe ich es endlich geschafft, eine Neujahrsbrezel zu backen, nachdem ich es eigentlich schon viel länger vorhatte. Diesmal habe ich das einfach wiederholt. Wie auch beim letzten Mal ist der Geckomann hin und weg und hat beantragt, so etwas häufiger zu backen. Völlig vergessen hat er faszinierenderweise, dass er letztes Jahr am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub extra früher aufgestanden ist, um eine vorbereitete Brezel für die KollegInnen noch in den Ofen schieben zu können… Ganz so machen wir das dieses Jahr nicht, aber einen weiteren Zopf werde ich jetzt gleich backen. Nicht dass er mir morgen verhungert, auf dem Weg nach Stuttgart 😉

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