Sechsundsechszig

So ein Wochenende mit gutem Wetter kann ja doch ganz anders laufen, als gedacht. Meinem Kreislauf war das nämlich deutlich zu schnell deutlich zu warm und er deshalb der recht unverrückbaren Ansicht, maximal sitzende Position sei auf Dauer erträglich, höchstens ab und zu mal ein paar Schritte rumlaufen, aber keinesfalls im Garten buddeln oder ähnlich anspruchsvolle Dinge.

Aber der Reihe nach: Gestern gingen wir ein letztes Mal zum Frühchenfrühstück unserer Klinik, wir sind dem inzwischen alle drei entwachsen, was ja auch gut so ist. Danach versuchten wir, dem Kind neue Sandalen zu kaufen, aber wir waren entweder zu früh oder zu spät damit dran, jedenfalls gab das Angebot nichts her, mit dem ich zufrieden gewesen wäre. Eigentlich wollte ich nachmittags dann in den Garten, aber siehe Kreislauf, und der Geckomann machte unser Hoftor wieder gängig – jetzt kann das Kind wieder durch den Hof springen und ich muss keine Barrieren aus Mülltonnen, Blumenkübeln und meinem Auto mehr bauen, um die Bobbycar-Rennstrecke nicht auf den Gehweg ausweiten zu lassen.

Heute war eine Wanderung durch die Karlstalschlucht geplant, darauf freute ich mich seit Tagen, und seit Jahren will ich da endlich mal hin. Wir wollten zwischen 9 und 10 los, schließlich haben wir fast eine Stunde Fährt bis dorthin. Während wir uns so fertigmachten stellte ich allerdings fest, dass ich mich bei was auch immer der Minigecko da genau gehabt hatte, weshalb ich ihn am Donnerstag um 10 aus der Kita holen musste und er freitags dann auch daheim blieb, angesteckt hatte. Ich pendelte den Vormittag über zwischen Bad und Bett, immerhin war mir aber (zumindest nach dem Verzehr eines Rosinenbrötchens) nicht schlecht. Dennoch haben wir unseren Ausflug natürlich abgeblasen.

So ingesamt war das Wochenende durchaus entspannend, aber eben lange nicht so produktiv, wie ich es eigentlich wollte. Und wer weiß, wann ich endlich diese Schlucht zu sehen bekomme…

Immerhin, heute Abend hatte der Holzbackofen Saisonstart mit der ersten Pizza des Jahres. Und morgen Abend kommen endlich die Bohnenstangen ins Beet.

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Fünfundsechzig

Das Stangenbohnen- und Kohlrabi-Beet ist seit heute bereit für die Stangen, und die Kohlrabi scharren auch schon mit den Hufen.

Das Zucchini-Zwiebel-Kräuter-Beet (ich weiß grade nicht auswendig, ob der Plan Borretsch oder Basilikum vorsieht) wurde heute liebevoll vom Minigecko bebaggert und gerecht, da muss man vielleicht nochmal mit der Grabegabel (und wahrscheinlich finde ich dann doch noch zwei Eimer Wurzeln und Zeug) durch, dann können die Zwiebeln rein.

Das Erdbeer-Knoblauch-Lauch-Beet ist morgen dran, das sieht am schlimmsten aus, dabei sind sowohl Erdbeerpflanzen als auch Knoblauch schon vorhanden und warten ungeduldig.

Das Kürbis-Mais-Phacelia-Beet wird morgen fertig für Phacelia, hier half mir heute der Minigecko bei der Grünzeug-Entfernung nach dem Umgraben.

Das Tomaten-Zwiebel-Basilikum-Beet muss erstmal noch von abgeschnittenen Himbeerranken befreit und dann umgegraben werden. Und ich muss mich entscheiden, ob da eine andere Sorte Zwiebel rein soll als bei den Zucchini. Tomaten und Basilikum keimen immerhin schon.

Und schließlich das Buschbohnen-Radieschen-Dill-Borretsch-Bohnenkraut-Beet: das muss auch noch umgegraben werden, hat aber gar nicht so furchtbar viel Bewuchs, da sollte das Wurzelsuchen hoffentlich schnell gehen. Denn auch hier gilt, die Radieschen könnten eigentlich schon in den Boden.

Das Gewächshaus hat immerhin wieder alle Scheiben, die meisten sind inzwischen versilikoniert, die restlichen werden folgen. Auf der Paprikaseite wächst Melde, die muss bald weichen, und dann kommt wieder Kompost rein. Vor Mitte Mai kommen aber weder Paprika noch Tomaten raus, das eilt daher nicht ganz so sehr wie anderes.

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Vierundsechzig

Da war ja ganz schön viel los.

Ein Baumarktbesuch (für Pflanzen) am Donnerstag, ein Gartenmarktbesuch am Montag. Ein wörtlich ins Wasser gefallener Gartentag am Freitag – da wollte ich eigentlich die tags zuvor gekauften Pflänzchen direkt ein- respektive austopfen – den ich dann eben zum Waschtag umfunktioniert habe, da passte das Wasser wenigstens ins Konzept.

Zwei längere Autofahrten am Samstag, nämlich morgens um 6 nach St. Augustin und abends um 18 Uhr zurück, alle drei. KEKS hatte sein jährliches Bundestreffen, wir waren das erste und bestimmt nicht das letzte Mal dabei. Es war sehr interessant, einerseits nochmal ein paar Zahlen und Statistiken zu hören, andererseits Vorträge und Diskussionen zum Beispiel zu „Essen und Atmen“. Und natürlich, wie Selbsthilfeorganisationen das so an sich haben, Austausch mit anderen Betroffenen bzw. deren Eltern.

Nachts erfreute uns das Kind dann bis in den nächsten Tag hinein mit einem Magen-Darm-Virus, den es sich vermutlich in der Kinderbetreuung beim Bundestreffen aufgesammelt hat (diesbezüglich: völlig fremde Menschen, niemand Bekanntes außer seiner Decke, und der Knopf blieb bestens gelaunt den ganzen Vormittag dort, bis wir ihn zum Mittagessen abholten. Im Rückblick auf das Vorgespräch einer anderen Kita, die den Minigecko dann doch nicht wollte, das vor fast einem Jahr stattfand und uns quasi eine unmöglich erfolgreiche Eingewöhnung mit fast nicht möglicher Trennung prophezeite (sie hat 40 Jahre Berufserfahrung, sie sieht das auf den ersten Blick…), ist das geradezu… ich weiß gar nicht, was das ist. Wir waren jedenfalls sehr stolz.) Montag blieb er daher daheim, und heute hat er das Essen vom Sonntag nachgeholt.

Gestern pflanzte ich den restlichen Pflanzeneinkauf ein und habe jetzt ungefähr so eine Blumenecke, wie ich das schon einige Jahre haben will. Zwar ist die Fassade noch nicht fertig und die Ecke wird nochmal geräumt werden müssen, aber das konnte mich dieses Jahr nicht bremsen.

Heute dann besuchten wir direkt nach der Kita die Käfer, irgendwann spielten die Kinder auch tatsächlich miteinander, und die Verabschiedung war sehr herzlich. Hundemüde bin ich aber schon wieder, so dass ich daheim nicht mehr viel anderes machte, als die gemähte Wiese zu bewundern, die der Geckomann während unserer Abwesenheit gezaubert hatte.

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Dreiundsechzig

Drei Umsatzsteuervoranmeldungen gemacht (davon eine eigene), einen Kofferraum voller Elektroschrott zum Wertstoffhof gebracht, ein Physiorezept geholt, eine Streik-Notbetreuungs-Kita-Tasche gepackt, eine Glasschüssel in sehr sehr viele Einzelteile zerlegt.

Kann man ja fast erfolgreich nennen, so insgesamt. Eine Reihe stricken wäre allerdings auch schön gewesen.

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Zweiundsechzig

Das Wochenende war voll, heute irgendwie auch und deshalb bin ich schon wieder den ganzen Abend müde. Wird ja langsam etwas langweilig.

Am Samstag habe ich mich mal wieder in KA verabredet und war leckeren Kuchen essen im Café Kongress, was dann länger dauerte als gedacht, so dass es doch schon nach 7 war, als ich wieder daheim war. Aber mittlerweile ist es da ja noch hell, dann kommt es mir nicht ganz so spät vor. Außerdem aßen wir das erste Mal für dieses Jahr draußen zu Abend (bzw. die Herren hatten schon gegessen, als ich ankam), das war auch ganz prima. Und da nun die Draußen-Saison endgültig eröffnet ist, ist auch die große Kaffeemaschine wieder in die Sommerküche eingezogen und die Senseo kommt wieder in die Küche drinnen. Mein Saatgut wurde übrigens auch endlich versandt, ich kann dann endlich aussäen.

Gestern waren wir in Fellbach, wie schon öfter beim Festival der Weingenüsse, und nicht zum ersten Mal trafen wir uns dort mit des Minigeckos Namensvetter. Wir lernten außerdem Soft-Polenta kennen (und sind sehr angetan), und nahmen Einblick in des Minigeckos Kuchengeschmack, gestern: bitte mit Sahnecreme. Unbedingt. Nein, weiterlaufen ist nicht möglich, „Duche!!“, und die Notwendigkeit, zunächst am Stand nebenan einen Bon kaufen zu müssen, traf auf nicht all zu große Einsicht. Zum Glück war die Aprikosen-Käsesahne-Torte danach noch da…

Heute die vierte Kita-Nachmittags-Tour mit Rad, endlich mit genügend Luft auf den Reifen, und schon war ich viel schneller. Gut, das mag auch daran gelegen haben, dass des Kinds Gruppe gerade am Rausgehen war und er daher keine Schuhe wechseln musste 😉

Am Abend dann begann bei uns die Spargelsaison. Wir kaufen nach Möglichkeit immer beim gleichen Hof, der nur in der Spargelzeit seinen Hofladen geöffnet hat (auch wenn er da dann nicht nur Spargel verkauft), was also bedeutet, dass man sich so 9 bis 10 Monate nicht sieht – und trotzdem werden wir jedes Jahr wieder erkannt, heute wurden dem Geckomann direkt wieder Grüße an mich aufgetragen. Da schmeckt der Spargel doch gleich nochmal so gut 🙂

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Einundsechzig

Schnelle Schnipsel…

– schon wieder zweimal mit dem Fahrrad in die Kita

– mehrere Stunden daheim Rechnungen sortiert und geschrieben

– nach 20mm-Nadeln etwas mit 3,5mm-Nadeln (und entsprechend deutlich dünnerem Garn) zu stricken ist eine ziemliche Umstellung

– das Wochenende ist verplant, das nächste zur Hälfte plus der zugehörige Freitag. Wird anstrengend, aber schön.

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Sechzig – Tagebuchfünf April 2018

Heute bin ich mal wieder dabei bei Frau Brüllens Fünftem, immerhin wird WMDEDGT? heute genau das – 5!

Der Mann ist seit gestern im Außendienst (im Brüllen-Kontext lustig: so etwa 30km vor Basel ;-)), und so klingelt um 6:05 nur mein Wecker. Das Kind hustet noch nicht, fängt aber bald damit an und ist damit auch wach. Und munter! Und möchte Bagger lesen und Findus lesen und Auto lesen, ich möchte uns aber erstmal anziehen und was man morgens eben sonst noch so macht. Kurz vor halb acht sind wir unten, ich mache die Vesperdose fertig, Minigecko entscheidet sich für eine seiner Mützen, dann brechen wir auf. Mit einem Umweg über den Briefkasten fahren wir in die Kita. Heute kein Drama beim Abgeben, ich komme recht bald wieder los und bin kurz vor halb neun bei der Arbeit.

Ein größerer Brocken, der mir seit knapp zwei Wochen fröhlich zuwinkt, wird heute endlich fertig. Leider streikt dann am Ende die Frankiermaschine, so dass ich das Versenden des Resultats an die KollegInnen abgeben muss, bevor ich ins Wochenende verschwinde. Zwischendurch buche ich Rechnungen, erstelle Zahlläufe, übergebe Nachrichten an die Bürokollegin, die ein paar Tage frei hatte, hole Papier im Lager, da ich seit gestern wie eine Wahnsinnige am Drucken bin (der Brocken, endlich lässt er sich drucken), koche mir heute keinen Tee (das passt donnerstags einfach nicht in meinen Zeitplan), verwirre zwischendurch die ehemalige Bürokollegin (ist aber nicht so schwer) und dann ist es auch schon 11:15. Donnerstage sind immer kurz, jetzt fahre ich nämlich direkt in die Kita, hole das Kind, führe eine „die Hausschuhe bleiben hier“-Diskussion, schicke ihn seine Kuscheldecke aus dem Gruppenraum holen, setze uns beide ins Auto und schon geht es zurück, in die Nachbarstadt, zur Physiotherapie. Der Termin ist um 12, wir sind etwas früher da, was praktisch ist, weil man ja ungefähr 15mal die Rampe zur Tür hoch- und runterrennen muss. Da noch Ferien sind, ist die jüngste Tochter unserer Therapeutin dabei und wird auch direkt eingespannt und vom Minigecko sehr bewundert. Er lacht und kichert und strahlt und turnt eine halbe Stunde lang und schläft mir danach erfreulicherweise dennoch nicht im Auto ein, dafür aber kurz nach eins im Bett, wie geplant.

Während er schläft, mache ich mir was zu essen (angebratene Salzkartoffelscheiben, Tomate, Thunfisch, Joghurt, Balsamico – lauwarmen Salat bekomme ich echt aus vielem hin), und lese mich dann beim Essen ein bisschen durchs Netz. Ich fange diesen Artikel an. Um 2 mache ich Fahrrad samt Hänger bereit (und frage mich dabei, was eigentlich eine Blogparade ist – es scheint mir allerdings nicht allzu tragisch zu sein, dass das in den Blogs, die ich lese, nicht vorkommt, und selbst habe ich es in knapp 14 Jahren auch noch nicht vermisst, aber ich stolpere eben ab und zu drüber und habe noch immer nicht begriffen, was es eigentlich sein soll) und richte die Nachmittagsbrotdose, bevor ich ins Kinderzimmer gehe und von einem „Lese!“ begrüßt werde. Es hat lange gedauert, aber die Lesebegeisterung kam endlich beim Minigecko an, heute morgen musste sogar ein Buch mit in die Kita. Die Aussicht auf Fahrrad und Helm lenkt ihn aber doch vom Lesen ab, was günstig für die etwas hängende Zeitplanung ist. Wir fahren los und mein Hinterteil möchte mir mitteilen, dass es nicht so ganz einverstanden damit ist, schon wieder auf einem Fahrradsattel zu sitzen – da war es doch vorgestern erst, soll das jetzt etwa zur Gewohnheit werden? Ja, soll es. In der Kita diesmal wieder mittleres Drama, denn er muss den Fahrradhelm abziehen. Außerdem die Hausschuhe anziehen, die er vor drei Stunden, wir erinnern uns, auf gar keinen Fall ausziehen wollte. Nach 24 Minuten bin ich wieder zuhause und gehe direkt an den Schreibtisch, es ist 15:09 und ich habe eine Stunde, diesmal auf eigene Rechnung. In dieser untersuche ich die Eingangsrechnungen auf Vollständigkeit, nummeriere durch, sortiere und drucke vor mich hin. So eine Stunde geht schnell rum, vor allem wenn zwischendurch noch der Geckomann anruft.

Die zweite Abholung des Tages verläuft völlig dramalos, auf der Heimfahrt werde ich aus dem Anhänger mit vorfreudigen Traktor-Reden beschallt, so dass die restliche Planung des Nachmittags endgültig steht. Ich grabe also ein weiteres Gemüsebeet um und sammle Steine aus der Erde zusammen, während der Sohn seinen Traktor belädt, das Gras mit dem extra angeforderten „große Kabl“, womit ein Schlauch gemeint ist, „gießt“, im leeren Gewächshaus tatsächlich gießt, seine für zwei Tage verschollene und vor etwa 45 Minuten wiedergefundene Sonnenbrille in der vollen Regentonne versenkt (…), mich sodann etwas verständnislos anschaut, dass ich zwar seine oben schwimmende Sandkastenschaufel bergen kann, aber nicht die untergegangene Sonnenbrille, die ich noch nichtmal sehe, und schließlich um halb sechs verkündet, dass er kalte Hände hat und rein will. Ich war also immens produktiv, aber wir hatten frische Luft und mein Rücken hat auch genügend Steine gesammelt. Wir räumen auf und gehen rein, ich mache ein schnelles Abendessen und vertröste den kleinen Leser auf nach dem Essen. Da muss er dann allerdings doch erstmal Purzelbaum üben und ist allgemein etwas aufgedreht, aber ein Drittel „Superwurm“ und ganze zwei Seiten „Findus“ schaffen wir.

Ich verlagere die Party nach oben, es ist immerhin schon 20 nach 7, und vielleicht liest es sich im Schlafanzug besser. Nun ja, im Rückblick ist das wohl Ansichtssache, der Buchtext klang mehrmals so: „Am dritten Tag fraß sie sich durch drei Pflaumen, und wenn der Minigecko mit Duplo spielt, dann hört die Mama auf zu lesen“ – er hat dann allerdings tatsächlich das Duplo wieder hingelegt und sich mir zugewandt, als sei nichts gewesen, also war die Idee wohl gar nicht übel. Kurz vor acht verlasse ich das Zimmer, wenige Minuten später vernehme ich zufriedenes Schnarchen.

Wieder unten mache ich mir einen Tee und schreibe den Artikel fertig, außerdem will ich noch eine kleine Sporteinheit unterbringen und duschen, und dann vermutlich eher früh ins Bett gehen, was ein recht effektiver Weg ist, dem österlichen Süßkram aus dem Weg zu gehen. Oder ich stricke noch auf dem Sofa. Oder vielleicht stricke ich auch im Bett und schaue dabei Netflix auf dem IPad. Ja, das wird es wohl werden. Und irgendwann wird dann auch der Geckomann wieder auftauchen.

Die anderen SchreiberInnen finden sich wie üblich hier.

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Neunundfünfzig

Dem Thermometer sei Dank, heute war es endlich soweit: die beiden Nachmittagsfahrten zur Kita wurden mit Fahrrad und Anhänger absolviert. Das ergibt insgesamt etwa 40 Minuten Bewegung und ein wohlgelauntes Kind, das darf (=muss) nämlich seinen Helm aufsetzen und das funktioniert zur Bestechung für „wir gehen jetzt“ nämlich hervorragend. Außerdem trägt er Sorge, dass ich meinen auch aufsetze, aber das täte ich ja ohnehin.

Während der Mittagskita saß ich also an meinem heimischen Schreibtisch und beschäftigte mich mit Papieren und Excel-Tabellen, nach der Heimkehr fielen wir dafür umgehend in den Garten ein. Ich habe endlich das erste Beet umgegraben, jedenfalls so ein bisschen, eine Schubkarre mit grünem und nicht mehr ganz so grünem Bewuchs aus ein paar anderen Beeten befüllt, der Minigecko verteilte fleißig Erde im restlichen Garten und irgendwann kam der Geckomann heim. Außerdem kam noch ein Schrottsammler vorbei, das war sehr praktisch, denn am Samstag entstand ein Schrotthaufen, der sich lohnte. Weil er uns sympathisch war hat er auch noch die Bleiakkus bekommen, die noch in der Garage warteten (die wollte der Gatte nicht jedem geben). Anschließend war sogar noch Zeit, im Vorgarten Vertrocknetes abzuschneiden und endlich endlich den Rhabarber einzusetzen, nachdem ich an seinem Platz auch noch ein bisschen umgegraben hatte. Er hat den Winter erstaunlicherweise überlebt in seinem Töpfchen und schiebt gerade das erste Blatt in die Höhe, ich bin gespannt, wie er sich so macht.

Alles in allem lässt sich der April also mal prima an 🙂

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Achtundfünfzig

Nach dem Osterbrunch bei der Schwägerin heute morgen habe ich mir am Nachmittag unser Saatgut vorgenommen. Schließlich habe ich am Freitag Nachschub bestellt, weil die Reste vom Vorjahr unauffindbar waren, woraufhin sie logischerweise am Sonntag aufgetaucht sind, klar. Ich nahm mir also den Beetplan von letztem Jahr vor, um zu entscheiden, was bleibt, was neu dazu kommt, in welche Richtung die Beete der Fruchtfolge wegen rutschen und wieviele Tomaten sinnvollerweise ins Gewächshaus passen. Diese Woche wird nun schleunigst umgegraben, und dann kann ich die ersten Sachen schon säen, zum Beispiel Phacelia (Büschelschön) – die wartet schon seit letztem Jahr.

Am Abend dann wurde die riesige dicke Decke fertig, passend dazu, dass es morgen warm wird. Hätte ich wohl früher schon machen sollen. (Und fertig heißt fertig! Alles verwahrt und vernäht!)

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Siebenundfünfzig

Osterwanderung, dieses Jahr ohne Regen.

Tapas-Vesper am Abend, dafür überraschend doch noch Pimientos de Padron gefunden, und außerdem völlig unspanische Tartes Tatin ausprobiert und für wunderbar befunden. (Auch wenn ich Salz, Pfeffer und Balsamico vergessen habe, das ließ sich ja aber nachträglich improvisieren.)

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