Canto General
Wenn man sich grade fragt, was man denn jetzt an Musik hören will, und währenddessen liest, dass Mikis Theodorakis heute 85 wird, dann wird die Überlegung doch ziemlich abgekürzt ;-).
Wenn man sich grade fragt, was man denn jetzt an Musik hören will, und währenddessen liest, dass Mikis Theodorakis heute 85 wird, dann wird die Überlegung doch ziemlich abgekürzt ;-).
Eigentlich wollte ich jetzt was darüber bloggen, dass es ja klar sei, dass es jetzt, wo wir in München sind fürs Wochenende, natürlich nicht mehr so schön sei und gestern Abend auch ziemlich nass war, aber im Moment beschäftigt es mich viel mehr, dass das IPad erst davon überzeugt werden musste, mit Wordpress zu kommunizieren. Das Texteingabefenster wird z.B. nur im HTML-Modus als solches erkannt.
Der Grund unseres Hierseins ist übrigens, dass wir sie und ihn besuchen.
Vorigen Sonntag bei Speyer:
Inzwischen nicht mehr blühende Rosen in der Talstraße in Neustadt, GärtnerGecko, und durchgeknalltes Neustadt am 3.7. nach dem Viertelfinale gegen Argentinien:
Der wöchentliche Kommentar zur Sneak…
Diesmal kam “Männer al dente“, der italienische Originaltitel lautet “Mine vaganti“, was ich jetzt mal mit “Treibmine” oder so ähnlich übersetzen würde. Eigentlich finde ich das auch viel passender, denn die Handlung spielt zwar vor dem Hintergrund einer Pastafabrik, aber so wichtig, um welche Art von Fabrik es sich handelt, ist es meiner Meinung nach nicht, und es werden auch keine Männer gekocht.
Unser Notenschnitt war eine 2,5, wobei ich, je länger ich drüber nachdenke, lieber eine schlechtere Note gegeben hätte, der Schnitt im Kino lag bei 2,81. Denis fand den Fremdschämfaktor zu hoch, und für meinen Geschmack wurden einfach zu viele Klischees ausgewalzt. Die Musik fand ich allerdings nicht schlecht, und der Film geizte nicht mit detaillierten Aufnahmen von Lecce, so dass ich wenigstens auf der Leinwand mal wieder echte italienische Stadtansichten zu sehen bekam (und mir wieder einfiel, was an italienischen Städten anders aussieht als hier, aber das wäre ein ganz anderes Thema…
). Auch diese Woche war es wieder eine Komödie, passend zum Sommer.
Tommaso, der in Rom lebende jüngere Sohn eines Pastafabrikanten aus Lecce, kommt nach Hause, weil die Firmennachfolge geregelt werden soll. Er soll zusammen mit seinem Bruder, der schon seit längerem im Unternehmen arbeitet, einsteigen, hat darauf aber gar keine Lust. Sein Plan, um ohne Diskussion von der Nachfolge entbunden zu werden, ist der, sich beim festlichen Familienessen endlich zu outen, da er sich sicher sein kann, dann in hohem Bogen rauszufliegen. Nun, sein Bruder kommt ihm zuvor, und weil der Vater darauf mit einer Herzattacke reagierte, will er dessen Gesundheit nicht noch weiter riskieren und schweigt. Er übernimmt dann also vorübergehend die Leitung der Firma, was immerhin den Effekt hat, dass seine Schwester, die viel Ahnung hat aber bisher nicht mitreden durfte, endlich zeigen kann, was sie drauf hat. Sein Freund in Rom findet es aber weniger prickelnd, dass Tommaso zunächst nicht zurückkehrt, und drängt ihn zu einer Entscheidung. Bis zum Ende passiert noch das ein oder andere, unter anderem gibt es eine versoffene Tante und eine großartige Großmutter sowie eine hübsche bindungsscheue Investorin, die sich natürlich in Tommaso vergucken muss - zwischenzeitlich hab ich befürchtet, es liefe auf eine Bekehrungsgeschichte hinaus und die beiden kämen zusammen, das wurde uns aber Gott sei Dank erspart.
Was ich von den Traum-/Erinnerungssequenzen der Großmutter halten soll, die hin und wieder eingespielt wurden, weiß ich noch immer nicht, und manche Handlungsfäden erscheinen vollkommen sinnlos und unzusammenhängend - die Geliebte des Vaters z.B. oder die Krankheit der Nonna. Das Ende ist jedenfalls recht versöhnlich und offen, es liegen einige Dreierkonstellationen in der Luft ohne in irgendeiner Art und Weise gewertet zu werden, das fand ich ungewöhnlich und angenehm. Trotzdem, ob man den Film unbedingt sehen muss, bezweifle ich.
Kinostart in Deutschland: 15. Juli 2010.
Gestern am See andere Gäste belauscht:
“Wale müssten doch eigentlich auch im Süßwasser leben können, oder? Das sind ja Säugetiere, die atmen ja nicht durch Kiemen.”
Ähm, ja. Viel hat nicht gefehlt und ich wäre aufgestanden und hätte die Damen und Herren darauf hingewiesen, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat, und dass, ja man glaubt es kaum, auch Süßwasserfische mit Kiemen atmen - das liegt daran, dass es Fische sind, und nicht am Süßwasser.
Vorhin in Kombinatorik:
“Wenn man Laien nach Integralrechnung fragt, dann bekommt man meist eine von zwei Antworten. Die erste ist In Mathe war ich schon immer schlecht, die zweite Die Integralrechnung ist die Umkehrung der Differentialrechnung. Während die erste Aussage meist richtig ist, ist die zweite im Grunde genommen falsch.”
Er spricht wirklich so, das lockert so eine Vorlesung ungemein auf. “Geschichtenerzählen mit Dr. W.” müsste eigentlich der Renner sein
.
Oder auf englisch: “The Invention of Lying“, was mir eigentlich besser gefällt und die Sache meiner Meinung nach auch besser trifft. Das kam in der Sneak, die diese Woche halbfinalbedingt bereits am Dienstag stattfand. Die hausinterne Note war eine 2, das Publikum entschied sich im Schnitt für eine 1,64.
Der Film ist eine Komödie mit Jennifer Garner und Ricky Gervais in der Hauptrollen und ganz allgemein auffällig vielen (Stand Up-)Comedians in der Besetzung. Die Idee ist wirklich ungewöhnlich, der Streifen ist sehenswert.
Die Protagonisten leben in einer Welt, die auf den ersten Blick ganz und gar wie die unsere erscheint, mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass es nicht in der Natur des Menschen liegt, zu lügen. Das Konzept des Lügens ist unbekannt, und es geht sogar noch weiter: es werden keine Dinge gesagt, die nicht auf Tatsachen beruhen - es gibt also auch keine fiktionalen Filme oder Bücher, sondern ausschließlich Dokumentationen. (Mir fällt gerade auf - was ist mit Träumen? Wie gehen diese Menschen denn damit um, wenn Sie sich an eine Traumhandlung erinnern?) Das hat für den Zuschauer recht lustige Folgen, wenn sich beispielsweise zwei Leute verabredet haben und die eine den anderen begrüßt mit “Ich glaube nicht, dass das heute ein schöner Abend wird, ich bin da pessimistisch. Sie sehen langweilig aus und spielen nicht in meiner Liga, sie sind ein Dickerchen mit Knubbelnase.” Irgendwann kommt der Protagonist, Mark Bellison (Ricky Gervais) allerdings auf die unerhörte Idee, einmal “etwas zu sagen, das gar nicht so ist” - das Wort “lügen” ist natürlich nicht bekannt, der Vorgang wurde ja eben erst erfunden -, mit der Folge, dass ihm umstandslos geglaubt wird, selbst dann, wenn er total widersprüchliche Sachen hintereinander sagt. Er sagt es, also ist es so. Zwischendurch wird er auch noch völlig ungewollt zum Messias und schafft es außerdem, die Beulenpest zum Kassenschlager zu machen. Und natürlich, klar, eine Liebesgeschichte steckt auch noch drin
.
So eine Wasserschlacht auf dem Balkon hat schon was
. (Die Pflanzen sind danach allerdings eher weniger gegossen.)
Edit: So sah es danach aus:
* Ich müsste mich mal endlich dazu bringen, mehr zu trinken. Was ich an einem Tag an Flüssigkeit zu mir nehme, ist viel zu wenig… vor allem jetzt, wo es so warm ist.
* In AGS (Algebraische Strukturen) schließen sich so langsam die Lücken, dafür tun sich ungeahnte Zusammenhänge auf und vorhin hagelte es Aha-Erlebnisse. Sehr schön. Das gleiche jetzt noch in Kombi (Kombinatorik und Analysis), bitte. Danke.
* Morgen der Versuch, ein Kleid zu kaufen. Stattfinden wird er in Mannheim und ich bin recht optimistisch. Danach gibts ein Eis vom Schmelzpunkt in Heidelberg. (Ungeschlagen leckerste Eisquelle, die gibt. Zum Niederknien und Reinlegen.) Und anschließend irgendwas mit Wasser und/oder Sonne, bevor in Neckargemünd ein Geburtstag gefeiert wird.
* Nachher Gockelburg in Maximiliansau. Statt Grillen. Bleibt der Balkon sauber so, wie er ist
Am Mittwoch gab es in der Sneak Moon zu sehen. (Wer den Film sehen will, sollte den Link vielleicht nicht anklicken oder dann dort nur ganz selektiv lesen…) Nun ja. Von den Besuchern der frühen Sneak hörten wir, es käme ein toller Film, der sich auf jeden Fall lohne, die Noten spiegeln das auch wieder, es gab insgesamt eine 2,16. Wir zogen den Schnitt wohl etwas nach unten, denn unserer war 4,5 ;-).
Wir fanden ihn beide lahm, ich fand ihn noch dazu beklemmend, und sowohl Denis als auch ich saßen ab und zu mit enstpannt geschlossenen Augen kurz vor dem Einschlafen da. Gut, Science Fiction ist auch nicht unbedingt mein favorisiertes Genre, aber das war nicht der Grund für meine Note - und Denis, der mit dem Genre durchaus was anfangen kann, war ja auch nicht begeisterter als ich. Vielleicht fasst es ein Kommentar, den ich während des Films loswerden musste, am besten zusammen: “Mich interessiert ja schon, wie es jetzt ausgeht, aber könnten die vielleicht mal vorwärts machen?” Außerdem fand ich ihn teilweise vorhersehbar, einige Dinge jedenfalls, die vermutlich ein großes “Huch, na sowas” auslösen sollten, riefen bei mir eher ein “Habt ihrs auch schon gemerkt hervor”…. Eine Truman-Show auf dem Mond, mit einem zwar irgendwie ganz lustigen Roboter, der aber dafür, dass der Film in der Zukunft spielt, teilweise ziemlich altertümlich anmutete. Was zu erwähnen ist: Es gibt im wesentlichen nur einen Schauspieler (Sam Rockwell), der Rest sind Minirollen, die nur auf Monitoren auftreten.
Worum geht es? Wie gesagt, Moon spielt in der Zukunft, diese wird allerdings nicht genauer datiert. Es ist jedenfalls eine Zukunft, in der der Großteil der Energieversorgung der Erde durch Helium-3 gesichert wird, das auf dem Mond gewonnen und dann zur Erde geschickt wird. Dies geschieht hauptsächlich automatisiert, aber ein bedauernswerter Mensch muss immer auf dem Mond sitzen, um alles zu überwachen - drei Jahre lang, dann kommt die Ablösung. Der Protagonist befindet sich kurz vor Ablauf dieser drei Jahre und steht dementsprechend kurz vor einem Inselkoller - das hat das ein oder andere unvorhergesehene Ereignis zur Folge.
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