Fast gar nicht frech

Besonders schön ist es ja, wenn man abends nach Hause fährt, sich fragend, ob das Kind wohl einschläft und wann, und es dann kurz vor daheim von der Rückbank vernehmlich schnarcht. Mit dem Gedanken „jetzt hätte er ja auch nicht mehr einschlafen müssen“ schaut man dann in den Spiegel, nur um von einem hellwachen Kleingemüse fast überhaupt gar nicht frech angegrinst zu werden, das fröhlich vor sich hin „schnarcht“. Räuber.

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Zwangsläufigkeiten

Hier bei uns gibt es bei irgendwelchen Bau- oder Umräumarbeiten ja gerne mal Domino-Effekte. Heute traten diese auch auf.

Alles fing damit an, dass es heute abend Kartoffelgratin geben sollte. Also musste vorher der neue Backofen in Betrieb genommen werden. Dazu musste er erstmal im Wasser stehen. Und um das umsetzen zu können, stellte der Geckomann fest, dass erstmal der ganze Schrank gerade stehen muss. Also räumte er den oberen Schrankteil aus, um an die Wandbefestigung zu kommen, während ich die frei gewordenen Schrankböden säuberte. Als der Schrank perfekt stand und der Backofen ebenso gut eingebaut war, kam ihm eine Idee, wie man das Ordnungssystem im Schrank optimieren könnte. Er eilte in den Keller zum Ikea-Bretter-Fundus und kam beladen zurück. Die Idee erwies sich als gut, also konnte die Schublade unter dem Backofen ebenfalls in die Neuordnung mit einbezogen werden. Da sie dadurch vorübergehend leer war, konnte ich sie einer durchaus nötigen Grundreinigung unterziehen. Als alles wieder bestens verräumt war, konnte ich tatsächlich schon den Backofen seiner „Vor der ersten Inbetriebnahme“-Reinigung unterziehen, während der Geckomann bereits die nächste Idee hatte, und ihn danach eineinviertel Stunden lang vor sich hin dünsten lassen (den Ofen, nicht den Mann). Erwähnte nächste Idee endete darin, dass in der Küche nun tatsächlich alle Fußleisten befestigt sind und eine unglaublich nervtötende, lange und breite, sehr unschöne Fuge nach vier Jahren endlich verfüllt ist.

Und wenn wir schon so schön dabei waren, alte ToDos abzuarbeiten, haben wir im Bad noch schnell – und völlig unzusammenhängend – eine Garderobe an der Tür befestigt.

Ach so, das Gratin gab es dann später auch. Schmeckte wunderbar 🙂

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Frischluftmüdigkeit

Tja, ich wollte ja heute eigentlich berichten, was im Garten alles so vor sich geht, aber ich schlafe gleich beim Schreiben ein.

Daher: heute Himbeeren gesetzt, Beete gehackt, entwurzelt, Spinat gesät, Erbsen gesät, Karotten gesät, Dill gesät, Radieschen gesät, zwischendurch Kind aus den Beeten gepflückt, gemulcht. Nun eher unbeweglich und nicht mehr sehr wach.

Genaueres ein ander Mal.

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Tagebuchfünf März 2017

Frau Brüllen fragt wie üblich, was wir eigentlich den ganzen Tag so machen.

Um Mitternacht sitze ich noch strickend im Wohnzimmer, ich könnte natürlich doch nicht länger als einen Tag warten, als ich die ersten Fotos vom Marled Magic MKAL gesehen habe und musste am Abend anschlagen. Ich könnte mir ja wirklich nicht vorstellen, wie diese kreuz und quer bunten Knäuel etwas Schönes ergeben sollen, aber was ich sah, überraschte mich, also wollte ich auch loslegen. Kurz darauf beschloss ich, ins Bett zu gehen, erinnerte mich dann aber doch noch an die Waschmaschine, die voll und sauber war und nochmal laufen sollte. Also eine Runde Wäsche aufhängen und dann endlich ins Bett.

Am Morgen steht der Mann auf, ich gönne mir noch zwei gemütliche Stunden im Bett. Eigentlich wollte ich schlafen, im Endeffekt lese ich dann aber und surfe ein wenig. Gegen halb elf suche ich die beiden Herren im Wohnzimmer auf, bewaffnet mit einer Idee, auf die mich Frau Mutti brachte: heute gibt es Waffeln. Bevor aber der Geckomann auf den Speicher kann, nach der Solaranlage schauen, muss ich nochmal in den Keller, die in der Nacht gelaufene Maschine Wäsche versorgen, und außerdem Waffeleisen und ein Glas Kirschen mitbringen.

War meine Befürchtung zunächst, nicht genügend Eier zu haben (was ich mit Apfelbrei ausgeglichen hätte), stellte sich dann aber heraus, dass das Problem vielmehr butterförmig war. Es waren nur noch 60g im Kühlschrank und nichts eingefroren, das Rezept verlangte aber nach 125g. Hmm. Butter habe ich bislang noch nicht ersetzt, aber daran sollte es jetzt nicht scheitern, also nahm ich für den Rest kurzentschlossen Frischkäse. Als der Minigecko erkannte, dass es Waffeln geben würde, nahm seine Geduld ungeahnte Niedrigwerte an, und ich hatte fortan ein liebliches Kreischen im Ohr.

Als wir alle genug Waffeln und Kirschen gegessen hatten war es schon nach zwölf und Zeit für den Mittagsschlaf des Jüngsten. Wir füllten währenddessen endlich die neuen Anzuchtplatten mit Erde und säten dreierlei Tomaten sowie Basilikum und Paprika. Dann musste nur noch der alte Kühlschrank endlich aus dem Wohnzimmer verschwinden und die Fensterbank mit einem Brett und zwei Schraubzwingen vergrößert werden, und schon steht der erfolgreichen diesjährigen Tomatenzucht nichts mehr im Wege. Hoffentlich. 

Als der Minigecko ausgeschlafen hatte, packten wir unsere Sachen und besuchten einen ehemaligen Kollegen und seine Freundin, der uns ihr ungewöhnliches landwirtschaftliches Projekt vor Ort und im Detail zeigte und erläuterte. Die Zeit ging ziemlich schnell rum, das Kind durfte Hühner aus der Nähe bewundern, wir probierten Tee, und irgendwann mussten wir dann doch wieder aufbrechen, weil der kleine Weltentdecker nicht mehr zu bremsen war. Kurz vor sechs waren wir wieder daheim.

Der Geckomann kümmerte sich ums Essen, ich grübelte über meinen Mischkultur- und Kulturfolgeplänen und der Minigecko unterhielt uns. Nach dem Abendessen gingen die Herren baden, ich versorgte noch ein wenige Wäsche und brachte dann das Kind ins Bett. Zum Ausklang des Tages strickte ich weiter am Marled Magic Shawl, bevor ich die Beetplanung fürs Frühjahr tatsächlich abschloss. Dann war ich wirklich reif fürs Bett.

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Marled Magic

Ein neuer MKAL vo Herrn West ist angekündigt, der den Marled Magic Shawl ergeben soll.

Marled bedeutet soviel wie marmoriert, gesprenkelt oder fleckig, und während der gute Mann wirklich viele schreiend bunte Sachen strickt, kann man sich ja immer selbst entscheiden, bis zu welchem Punkt man seinen Ideen folgt, und es dann zum Beispiel weniger neonlastig ausfallen lassen.

Eigentlich hatte ich mir für dieses Jahr etwas Zurückhaltung an der Wollfront vorgenommen, weil ich zum einen noch viel Wolle auf Lager habe und nicht speziell für ein Projekt neue bestellen will (weil nämlich die, die schon da ist, dann doch meist nicht passt), und weil ich andererseits ja mehr lesen will, und diese beiden Tätigkeiten leider etwas in Konkurrenz zueinander stehen. Es soll Leute geben, die das insbesondere mit einem eBook-Reader gleichzeitig können, aber es hat mich bislang noch nicht so recht gereizt, es zu probieren.

Nun ist dieses Design aber als StashBuster konzipiert, also zum Aufbrauchen des bereits vorhandenen Wollvorrats (stash). Hmm. Klingt verlockend. Die vorgesehene Wollstärke ist auch genau die, in der ich wirklich zu viele Knäuel habe, so viele Socken werde ich vermutlich nie stricken. Man braucht 700-800g in mindestens 7-10 verschiedenen Farben, verstrickt immer zwei Fäden gleichzeitig und soll laut Empfehlung zumindest ein paar gemusterte Farben verwenden. Ich werde nun also wohl doch mal meine Kisten durchsehen und schauen, was ich so zusammenbekomme, das farblich für mein Auge harmoniert, und mir dann mal die ersten beiden Hinweis aus der Ferne ansehen. Los geht es am 3. März, live mitstricken werde ich eher nicht, aber ich könnte ja mal den KAL von letztem Herbst beenden… Vorher aber zuerst die aktuellen Socken, die sollten an sich an einem Abend fertigzustellen sein.

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Erd- und andere Arbeiten

Außer Aufräumarbeiten in der und um die Pergola haben wir heute noch die Gemüsebeete zum Teil vorbereitet, also die Bodenbeete umgegraben (da fehlt noch eins) und gerecht (da fehlen noch drei) und die Hochbeete abgeräumt und gejätet. Der Minigecko hat währenddessen mit dem Metermaß verschiedenes ausgemessen und anschließend die Wiese gekehrt (mit seinem Besen, nicht dem Metermaß). Es sieht nun schon deutlich besser aus, und wird morgen dann endgültig bereit gemacht für die Spinat-Aussaat nächste Woche.

Heute Abend habe ich den Plan für den Anbau in Mischkultur weiter zu Papier gebracht, so langsam habe ich das Gefühl, alles bedacht zu haben. Etwas Umbauarbeiten wird noch der Tomatenanbau erfordern, die sollen es schließlich warm und vor allem von oben trocken haben, aber auch da haben wir eben auf dem Sofa eine gute Lösung gefunden.

Vermutlich werden wir morgen oder am Sonntag die Anzuchtschalen einweihen. Dazu muss dann auch nur noch ein Fensterbrett verbreitert werden, was gar nicht so umständlich ist, wenn am Dienstag der neue Gefrierschrank kommt und die derzeit noch fast im Wohnzimmer stehende alte Kühl-Gefrier-Kombi nicht mehr im Weg steht.

Im Geckohaus passiert also der übliche Wahnsinn 😉

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Gut genutzt

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was man an so einem halben Urlaubstag alles erledigen kann.

Heute zum Beispiel: viel Wäsche zusammen legen, etwas Wäsche waschen, bergeweise Baumarktrechnungen und ähnliches der letzten gut vier Jahre durchsehen und sortieren, den Gartenarbeitsplatz in der Garage freilegen, dabei diverse kaputte oder unpraktische Blumenkästen und -Töpfe entsorgen, und zwischendurch ein wenig dies und das recherchieren und die Spülmaschine ausräumen.

Ich bin recht zufrieden, auch wenn ich nichts dagegen gehabt hätte, den Gemüsegarten umgraben zu können, aber dazu war es mir zu windig und kalt und nieselig. Das erste Blumentopflager zu sortieren und auszumisten war aber durchaus auch sehr zufriedenstellend, nun muss ich nur die anderen noch finden. Es gibt noch zwei, glaube ich. Falls sie sich nicht vermehrt haben…

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Gartenpläne

Die Gartenpläne und -planungen für dieses Jahr nehmen Form an.

Am Donnerstag habe ich Saatgut bestellt, dieses Jahr in der Variante bio und samenfest, dazu vernünftige Anzuchtschalen, und erstaunlicherweise war das alles nach 48h, also gestern, schon bei uns angekommen. Jetzt muss ich die Beetbesetzung konkret planen, also mein Mischkulturbüchlein wälzen und puzzeln, was benachbart sein darf und was nicht. In dem Kontext werden wir dann auch entscheiden, wieviele Pflanzen es pro Sorte sein sollen und wieviele wir daher aussähen. Was dazu noch fehlt ist Anzuchterde, die kaufe ich morgen. Und Vliesmatten zur Bewässerung, falls ich welche finde.

Gestern waren meine Schere und ich im Vorgarten aktiv (später auch noch im restlichen Garten), außerdem sind die leergefutterten Sonnenblumen nun alle der Erde entrissen. Das Problem daran ist nur, dass ich für diese Massen an Grünschnitt gar nicht unbedingt Platz habe… mal sehen, vielleicht ist der hinterste Kompost (wir haben inzwischen drei, zwei hat uns die Nachbarin nämlich vermacht) inzwischen doch noch etwas gesackt, dann könnte es gehen. Nun muss vorne noch frisch gemulcht bzw. gerecht werden, dann sieht es schon wieder ganz passabel aus.

Dann sollte es an die Beetvorbereitung gehen, das habe ich für März eingeplant, irgendwas darf nämlich ab April ins Freiland gesät werden. Passend dazu werden wir das übernächste Wochenende mit Kleinanzeigen verbringen, der Geckomann hat inzwischen Keller und Werkstatt sortiert und ausrangiert, was verkaufbar ist, davon dürfte auch mein Gartenarbeitsplatz in der Garage räumlich profitieren.

Ansonsten hab ich noch so Dinge wie die Fertigstellung der blühenden Hecke und der Beerengehölze vor, auch das eher früher als später, der Pool muss baldmöglichst kindersicher gemacht werden, für den Zaun haben wir Ideen (ein Stückchen höher darf er, und ein ordentliches Stück hübscher ist auch nicht schwer), und dann ist da noch die Sache mit dem Spielgerüst.

Es wird uns also vermutlich nicht langweilig werden 😉

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Ohrwürmer

Die letzten Tage hatte ich öfter mal „Pitsch Patsch Pinguin“ als Ohrwurm, heute ist es zur Abwechslung „Kawuras – Der Krebs“. 

Es gibt allerdings wesentlich schlechtere Ohrwürmer als welche von Anne Kaffeekanne, bzw. allgemein von Fredrik Vahle.

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Ausgleich 

Als ich gestern erst 7,5h im Büro am Schreibtisch saß (dazwischen ein Stündchen zum Mittagessen, überwiegend sitzend), dann anderthalb Stunden im Auto auf dem Weg nach Mainz, und über eine Stunde dort bei einer Veranstaltung, da tat mir dann um halb acht abends wirklich der Hintern weh. Die Aussicht darauf, wieder eine Stunde im Auto zu sitzen, war mehr als unattraktiv, und auch ohne Schmerzen war mir nach etwas Bewegung. Das Wetter war akzeptabel, nicht zu kalt für meine daheim vergessene Mütze, und so tat ich endlich mal wieder etwas, das ich dieses Jahr noch nicht getan habe: Cachen. Ein Multi um den Dom herum zeigte mir einige Stellen der Stadt, die ich ja ohnehin noch kaum kenne, das war also sehr praktisch, und danach fand ich ganz in der Nähe des Parkhauses noch einen kleinen Tradi. Eine Stunde war ich unterwegs, weh tat mir auch nichts mehr, also rundum gelungen! 

Auf dem Heimweg lernte ich dank Radio dann noch etwas über Dialekt pfeifende Amseln und über drei Oktaven pupsende Heringe.

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