Sechsundzwanzig

Tja. Bei irgendeinem Stichwort heute dachte ich, „darüber schreib ich heute“. Ich weiß noch, dass ich das schon öfter überlegt habe zu tun. Wahrscheinlich ging es mir immer so, wie jetzt: ich weiß wirklich nicht mehr, was es war…

Dafür haben wir heute eine dänische Fernsehserie gesehen, Rita. Ohne meine Sprachkurs-Vorkenntnisse hätte ich mich da öfter mal gewundert, was wie ausgesprochen wird – Bavne wie Baune zum Beispiel. Außerdem war mir der Name „Uffe“ völlig neu, ich vermute aber eine Verwandtschaft mit Uwe.

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Fünfundzwanzig

Heute Nachmittag habe ich zwei Projekte in Angriff genommen.

Das erste wird noch einige Kita-Nachmittage dauern, es heißt „Büro dauerhaft nutzbar machen“. Heute habe ich damit angefangen, den Papierkorb zu füllen. Man sollte nicht glauben, dass ich das darin tatsächlich schon oft getan habe, und erst recht nicht, dass sich darin regelmäßig soviel neuer Papiermüll ansammelt, wo ich doch bislang nur selten im Büro bin. Geht aber problemlos. Die heutige Papierkorbfüllung war allerdings alt, zum Teil sehr alt. Die Bedienungsanleitung meines erstens Funkweckers, den ich seit über zwanzig Jahren besitze (inzwischen steht er im Bad). Meine Aufklebersammmlung aus der Grundschule, die theoretisch der Minigecko hätte haben dürfen, denn Aufkleber kleben ist toll, aber leider ist der Kleber zu alt und klebt eben nicht mehr. Aufgehoben habe ich die 100+50 Pfennig Maus-Briefmarke, die ist einfach zu schön.

Das zweite fand nach der Kita mitsamt dem Minigecko statt, und eigentlich wäre es eine Sache von maximal einer halben Stunde gewesen: Hausschuhe-Kauf, für Kita und daheim. Aktuell Größe 22, die sinnvollen 12mm Luft im Schuh sind jetzt gerade so unterschritten, es eilt also noch nicht ganz dringend, aber in den nächsten zwei Wochen hätte ich gerne die nächste Größe. Tja, und dann standen wir da, und die Marke, die meine Kriterien erfüllt, hatte noch fünf Exemplare exakt eines Modells da, und das in immer der gleichen Größe: genau der Schuh, den er jetzt hat, gleiche Größe, gleiches Modell, fünf Mal. Super. Bei anderen Marken war die Auswahl jetzt auch nicht soviel größer, eine schien noch interessant, die waren dann aber doppelt so schwer und wirkten, als hätten sie noch mal eine extra dichte Gummischicht in der Sohle, wohl für das besondere Fußklima. Danke, Gummistiefel haben wir schon. Wir zogen also wieder von dannen und ich befragte daheim die zugehörige Internetseite, ob eine andere Filiale in der Nähe vielleicht noch etwas hat oder zumindest der Onlineshop. Fehlanzeige, in Größe 23 und ohne Klotz ist da aktuell nichts zu bekommen. Mir war ja nicht bewusst, dass Hausschuhe Saisonware sind… Ich dehnte die Suche also auf das gesamte Netz aus und siehe da, es gibt doch noch einen anderen Händler, und der hat sogar eine gewisse Auswahl. Morgen also bestelle ich Schuhe. Soviel zu „halbe Stunde“.

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Vierundzwanzig

Heute hatte ich schon wieder eine Nachmittagsverabredung, diesmal in Karlsruhe. Das war sehr angenehm und auch die Quiche schmeckte gut, aus unerfindlichen Gründen bin ich jetzt allerdings völlig erledigt und lag bereits um viertel zehn im Bett. Das bedeutet, dass ich morgen früh Kuchen backen werde, was jetzt ja aber auch kein Problem ist.

Außerdem kann das Kind außer „alle“ jetzt auch „meins“ sagen, was ich nur konsequent finde. Ich warte jetzt auf das Ich.

Gute Nacht.

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Dreiundzwanzig

Seit dieser Woche geht das Kind auch nachmittags in die Kita. So ganz überzeugt ist er von dem Konzept noch nicht, dafür ist er aber auch beim Abholen nicht überzeugt, dass er jetzt wirklich gehen muss. Da sind nämlich schon die beiden Putzdamen am Werk und die haben Besen, Mopps und einen STAUBSAUGER! Folgerichtig kannten sie ihn auch direkt nach dem ersten Nachmittag namentlich, er schaut ihnen wohl ausdauernd zu. Heute ließ er sich erst zum Heimgehen bewegen, als ich ihm in Aussicht stellte, dass wir daheim auch saugen könnten.

Die nutzbare Zeit für mich ist bislang erst etwas über einer Stunde, mehr lässt sich mit Mittagsschlaf noch nicht ganz organisieren. Jedenfalls habe ich diese Zeit bislang einmal zum Sport machen, einmal zum Einkaufen und einmal zum Lesen genutzt. Ab nächster Woche wird mein Schreibtisch und meine Buchhaltung profitieren.

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Zweiundzwanzig

Gestern war ich seit Jahren mal wieder auf einem Crosstrainer, heute habe ich Wade. Rechts und links.

Ich habe eine mögliche sinnvolle Verwendung für einen Teil meiner Baumwollgarnsammlung gefunden, ich habe heute nämlich meinen ersten Spüllappen gehäkelt. So ganz überzeugt bin ich davon allerdings noch nicht, von eigentlich all unseren aktuellen Spüllappen allerdings auch nicht. Das Garn ist bei 60 Grad waschbar, daran scheitert es also mal nicht.

Der Minigecko hat das Prinzip „alle“ verstanden. „Müde. Mama müde. Papa müde. Alle müde!“ Ich frage mich, ob Peppa Wutz damit zu tun hat, der zeitliche Zusammenhang war jedenfalls auffällig.

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Einundzwanzig

Wenn auf den Tag genau drei Jahre, nachdem der Minigecko per Rettungshubschrauber in eine andere Klinik hätte verlegt werden sollen (was dann wetterbedingt doch via Straße stattfand), ein Rettungshubschrauber auf ziemlich genau der Strecke, die damals geflogen worden wäre, verunglückt, dann ist das schon ein Fall für eiskalte Schauer.

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Zwanzig

So, nun ist der Knopf drei.

Derzeit trägt er seine Decke zu jedem, der oder die ein Aua oder Anz hat, und sei es der blaue Elefant, der im Fernsehen vom Einrad fällt, oder der Traktor, den er an das Tischbein gerollt hat.

Er erzählt den ganzen Tag, und wir verstehen immer mehr davon. Gerade haben wir den Mittagsschlaf reduziert, verbunden mit der Hoffnung auf wieder früheren Nachtschlaf und ein fitteres Kind am Vormittag, außerdem ermöglicht das endlich den KiTa-Besuch auch am Nachmittag.

Das vergangene Lebensjahr beinhaltete nur eine Nacht im Krankenhaus, dafür einige in Holland und Dänemark. So könnte es eigentlich weitergehen, aber der nächste Ausflug ins Krankenhaus ist bereits gebucht und wird mehr als nur eine Nacht sein. Dafür gibt es aber auch Italien im Sommer und vermutlich irgendwann auch wieder Holland.

Heute waren unsere Freunde zu Besuch und somit auch des Minigeckos Freundin, die beiden hatten viel Spaß miteinander und sich sogar zeitweise alleine ins Kinderzimmer zum Spielen verzogen, richtig große Kinder quasi!

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Neunzehn

Pünktlich zu des Minigeckos Geburtstag, allerdings ohne kausalen Zusammenhang mit selbigem, ist das Wohnzimmer fertig umgeräumt.

Geplant war das eigentlich eher für Februar, aber da der Geckomann derzeit leider etwas schwermütig und unzufrieden ist, wollte ich ihm eine Freude machen, und ich wusste, dass die Wohnzimmeraktion auf seinem Wunschzettel ganz weit oben stand. Also entstand am Freitag morgen in meinem Kopf eine verrückte Idee: ich würde vormittags die Bücher umziehen, dazu müssten CDs und DVDs vorübergehend in Wäschekörbe ins Schlafzimmer ausweichen, während der Sohn dann schläft ausrechnen, wie viel Ladevolumen ich benötige und ausmessen, ob das alles in meinen Dreitürer passt, auf dessen Rückbank schon Platz für einen Kindersitz mit Mitfahrer abgeht, und nach dem Mittagsschlaf, so gegen 15 Uhr, mit jenem Mitfahrer zum Möbelschweden aufbrechen. Gegen 18 Uhr wollte ich wieder da sein, Abendessen machen, essen, Kind ins Bett bringen, und dann ans Eingemachte gehen, während der Mann noch eine ganze Weile in der Sauna sein würde.

Was soll ich sagen: mein Plan war gut und recht realistisch. Anfangs (na gut, die erste Reihe Bücher war schon nach links gezogen, und drei Reihen DVDs und CDs waren auch schon weg) sah es so aus:

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In der Mittagspause, nachdem ich ausgerechnet hatte, dass alles problemlos ins Auto passen würde und es nur etwas fraglich war, wie ich nach der Rückkehr denn das Kind aus dem beladenen Auto wieder rausbekäme, da ich nämlich eigentlich das Auto erst entladen wollte, wenn jenes Kind bereits im Bett ist, aber ich würde dafür bestimmt eine Lösung finden, danach jedenfalls sah das Bücherregal so aus und machte (und macht) mich sehr sehr glücklich:

Endlich sind sie wieder beisammen und nicht wild über drei Regale verteilt! Hach. Ich hab mich erstmal ne Weile in den Sessel gesetzt und die Wand links von mir angehimmelt.

Mit nur 41 Minuten Verspätung, die irgendwas mit Essen zu tun hatten, fuhren wir also los. Ich hatte die Manduca dabei und nahm direkt einen normalen Einkaufswagen mit Kindersitz mit rein, da ich inzwischen ja endlich weiß, wo der Aufzug ist. Die letzten Recherchen vor Ort waren schnell gemacht, ich entschied mich eigenmächtig für Hochglanz-Fronten, und schon eroberten wir das Möbellager. Da kam dann also der Möbelwagen dazu, und der Minigecko wollte vom Kindersitz in den eigentlichen Wagen umziehen. Die Kunst der Zweiwagensteuerns ist mir nicht neu und ich meisterte sie auch dieses Mal. Mit dem abgehakten Teil der Einkaufsliste und einem weiteren Bleistift erkaufte ich mir nach etwa einem Drittel der Pakete noch eine Schonfrist, kurz darauf wollte er allerdings aussteigen. Er durfte eine kurze Runde drehen, war dann aber sehr begeistert von meinem Manduca-Vorschlag – ich auch. Ich lud also den Rest auf und reihte uns in die Kassenschlange ein, die inzwischen durchaus freitäglich war. Das Kind war aber zufrieden und so war ich es auch, der einzige Unmut entstand, als ich mich nicht in der Lage sah, meinen Kopf um 180 Grad bis ganz zu ihm nach hinten zu drehen. Er gab sich aber zum Glück damit zufrieden, dann eben nur meine Wange zu küssen und mir weiter den Hinterkopf zu kraulen. So entspannend war wohl noch nie irgendeine Kassenschlange.

Auch wenn der Geckomann skeptisch gewesen war, ob wir diesen Einkauf denn bei Anreise zu dritt in den Kombi kriegen, bekam ich alles in mein deutlich kleineres Auto, und wir hätten dennoch zu dritt sein können. (Ja, darüber werde ich mich wohl noch eine Weile amüsieren.)

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Es gelang mir außerdem, daheim (Ankunft 18:29, netto also voll im Plan) das Kind aus dem Auto zu basteln und dazu nur die drei senkrecht stehenden Türen links im Bild ausladen zu müssen. Jetzt geriet mein Zeitplan allerdings etwas ins Stocken, denn ungefähr zeitgleich mit uns kam mein Schwiegervater an. Das erleichterte mir zwar das Kochen, allerdings aß das Kind exakt gar nichts, ich also auch nicht (ich wollte dann lieber später in Ruhe essen als im Trubel des aufgedrehten Kindes), und auch die Zeit bis es schlief dauerte geringfügig länger als erhofft. Immerhin war er während der zweistündigen Pyjamaparty aber zufrieden in seinem Zimmer, so dass ich um halb neun frisch gestärkt endlich loslegen konnte. Bis 21 Uhr wollte ich die drei Billys leer haben, inklusive entfernter Regelböden, das klappte.

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Lustig wurde es danach, als ich mich an die bis dato etwas unterschätzte Verkabelung bzw. Entkabelung des Regals machte. Monitor und DVD-Spieler liefen über die Vorderkante, das war kein Problem (dafür die ganze Zeit schon unschön). Interessant, aber lösbar waren die LED-Streifen auf der Oberseite sowie das angeschraubte Esstischlichtprovisorium. Zunächst nicht lösbar war die orangefarbene Schalterdose, die in die Seitenwand eingebaut war, denn die Kabel kamen aus einem Loch in der Rückwand heraus in die Dose hinein. Im Endeffekt habe ich einen kleinen Schnitt in die Rückwand gemacht und die angeschlossene Seitenwand mitsamt Kabeln einfach in den Flur gestellt.

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Inzwischen war es kurz vor elf, der Mann allerdings immernoch in der Sauna, ich hatte also noch Zeit. Zwei der vier Korpi baute ich auf, entfernte außerdem die Mäusespuren auf dem Boden und himmelte zwischendurch immer mal das Bücherregal an. Dann ging ich allerdings doch mal schlafen.

Als der Geckomann heimkam, wurde ich quasi von seinem Grinsen wach, als er ins Zimmer kam. Mein Vorhaben war erfolgreich, er freute sich sehr und war etwas ungläubig, dass ich mit Minigecko und in meinem Auto sämtliche Möbelteile einkaufen war. Ich hatte aber ja zum Glück Beweisfotos 😉

Am Samstag bauten wir zu zweit bis dritt weiter, am Abend stand alles, war gerade, verschraubt und verkabelt und auch etwa zur Hälfte eingeräumt.

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Heute waren noch die Nachwehen zu beseitigen, außerdem Beleuchtung und Wandbehang soweit möglich zu vervollständigen, und spät am Abend sah es dann tatsächlich so aus:

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Das war anstrengend, aber sowas von lohnenswert! Demnächst suchen wir noch Fotos aus, um die zwei großen weißen Flecken im Wohnzimmer (über dem Sofa und mittig über dem Regal) mit großformatiger menschenleerer Fotografie zu schmücken. Für eines haben wir schon eine Idee, das andere wird sich auch finden.

Hach. Was ein Glück, dass das zufällig alles in mein Auto passte! 🙂

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Achtzehn

Der Wohnzimmerumbau hat einen überraschenden Frühstart hingelegt (scheint unser Ding zu sein Mitte Januar), so dass ich gestern und wir heute nicht viel anderes gemacht habe(n). Morgen wird alles soweit fertig sein (von so Sachen wie fehlenden Bildern u.ä. mal abgesehen), es sind nur noch letzte Ein- und Umräum- sowie Sortierarbeiten nötig. Sogar die Esstischbeleuchtung ist bereits fertig und somit seit über drei Jahren kein Provisorium mehr. (Jaaa, zwei Kabel noch kürzen und vielleicht kommen noch Elemente dazu, aber dennoch ist der Status Quo nicht der eines Provisoriums.)

Morgen also berichte ich genauer, denn jetzt muss ich schlafen. Ganz dringend schlafen. Rapüüh.

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Siebzehn

Das Fräulein Read On ist mir schon öfter mal begegnet, also nicht in echt, sondern eben in diesem Internet, und ich bin zwar noch immer nicht endgültig bei ihrem Blog hängengeblieben (ich weiß aber ehrlich nicht, warum eigentlich nicht), lese aber doch immer wieder und immer wieder gerne bei ihr vorbei, und dann auch meist soweit zurück, wie ich beim letzten Mal war. Ich könnte also eigentlich auch gleich regelmäßig lesen.

Jedenfalls verlinkte die Frau B. in F. heute ein Video einer Veranstaltung zur Future of Europe des Trinity College in Dublin, und ab 1:07:50 spricht das Fräulein Read on über Grenzen und Grenzenlosigkeit und ihre Großmutter, und ich kann mich Frau B. nur nickend anschließen, die da nämlich schreibt, wie wichtig es sei, wenn jemand einen daran erinnert, wie schnell es mit Freiheiten vorbei sein kann.

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