Einundsechzig

Schnelle Schnipsel…

– schon wieder zweimal mit dem Fahrrad in die Kita

– mehrere Stunden daheim Rechnungen sortiert und geschrieben

– nach 20mm-Nadeln etwas mit 3,5mm-Nadeln (und entsprechend deutlich dünnerem Garn) zu stricken ist eine ziemliche Umstellung

– das Wochenende ist verplant, das nächste zur Hälfte plus der zugehörige Freitag. Wird anstrengend, aber schön.

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Sechzig – Tagebuchfünf April 2018

Heute bin ich mal wieder dabei bei Frau Brüllens Fünftem, immerhin wird WMDEDGT? heute genau das – 5!

Der Mann ist seit gestern im Außendienst (im Brüllen-Kontext lustig: so etwa 30km vor Basel ;-)), und so klingelt um 6:05 nur mein Wecker. Das Kind hustet noch nicht, fängt aber bald damit an und ist damit auch wach. Und munter! Und möchte Bagger lesen und Findus lesen und Auto lesen, ich möchte uns aber erstmal anziehen und was man morgens eben sonst noch so macht. Kurz vor halb acht sind wir unten, ich mache die Vesperdose fertig, Minigecko entscheidet sich für eine seiner Mützen, dann brechen wir auf. Mit einem Umweg über den Briefkasten fahren wir in die Kita. Heute kein Drama beim Abgeben, ich komme recht bald wieder los und bin kurz vor halb neun bei der Arbeit.

Ein größerer Brocken, der mir seit knapp zwei Wochen fröhlich zuwinkt, wird heute endlich fertig. Leider streikt dann am Ende die Frankiermaschine, so dass ich das Versenden des Resultats an die KollegInnen abgeben muss, bevor ich ins Wochenende verschwinde. Zwischendurch buche ich Rechnungen, erstelle Zahlläufe, übergebe Nachrichten an die Bürokollegin, die ein paar Tage frei hatte, hole Papier im Lager, da ich seit gestern wie eine Wahnsinnige am Drucken bin (der Brocken, endlich lässt er sich drucken), koche mir heute keinen Tee (das passt donnerstags einfach nicht in meinen Zeitplan), verwirre zwischendurch die ehemalige Bürokollegin (ist aber nicht so schwer) und dann ist es auch schon 11:15. Donnerstage sind immer kurz, jetzt fahre ich nämlich direkt in die Kita, hole das Kind, führe eine „die Hausschuhe bleiben hier“-Diskussion, schicke ihn seine Kuscheldecke aus dem Gruppenraum holen, setze uns beide ins Auto und schon geht es zurück, in die Nachbarstadt, zur Physiotherapie. Der Termin ist um 12, wir sind etwas früher da, was praktisch ist, weil man ja ungefähr 15mal die Rampe zur Tür hoch- und runterrennen muss. Da noch Ferien sind, ist die jüngste Tochter unserer Therapeutin dabei und wird auch direkt eingespannt und vom Minigecko sehr bewundert. Er lacht und kichert und strahlt und turnt eine halbe Stunde lang und schläft mir danach erfreulicherweise dennoch nicht im Auto ein, dafür aber kurz nach eins im Bett, wie geplant.

Während er schläft, mache ich mir was zu essen (angebratene Salzkartoffelscheiben, Tomate, Thunfisch, Joghurt, Balsamico – lauwarmen Salat bekomme ich echt aus vielem hin), und lese mich dann beim Essen ein bisschen durchs Netz. Ich fange diesen Artikel an. Um 2 mache ich Fahrrad samt Hänger bereit (und frage mich dabei, was eigentlich eine Blogparade ist – es scheint mir allerdings nicht allzu tragisch zu sein, dass das in den Blogs, die ich lese, nicht vorkommt, und selbst habe ich es in knapp 14 Jahren auch noch nicht vermisst, aber ich stolpere eben ab und zu drüber und habe noch immer nicht begriffen, was es eigentlich sein soll) und richte die Nachmittagsbrotdose, bevor ich ins Kinderzimmer gehe und von einem „Lese!“ begrüßt werde. Es hat lange gedauert, aber die Lesebegeisterung kam endlich beim Minigecko an, heute morgen musste sogar ein Buch mit in die Kita. Die Aussicht auf Fahrrad und Helm lenkt ihn aber doch vom Lesen ab, was günstig für die etwas hängende Zeitplanung ist. Wir fahren los und mein Hinterteil möchte mir mitteilen, dass es nicht so ganz einverstanden damit ist, schon wieder auf einem Fahrradsattel zu sitzen – da war es doch vorgestern erst, soll das jetzt etwa zur Gewohnheit werden? Ja, soll es. In der Kita diesmal wieder mittleres Drama, denn er muss den Fahrradhelm abziehen. Außerdem die Hausschuhe anziehen, die er vor drei Stunden, wir erinnern uns, auf gar keinen Fall ausziehen wollte. Nach 24 Minuten bin ich wieder zuhause und gehe direkt an den Schreibtisch, es ist 15:09 und ich habe eine Stunde, diesmal auf eigene Rechnung. In dieser untersuche ich die Eingangsrechnungen auf Vollständigkeit, nummeriere durch, sortiere und drucke vor mich hin. So eine Stunde geht schnell rum, vor allem wenn zwischendurch noch der Geckomann anruft.

Die zweite Abholung des Tages verläuft völlig dramalos, auf der Heimfahrt werde ich aus dem Anhänger mit vorfreudigen Traktor-Reden beschallt, so dass die restliche Planung des Nachmittags endgültig steht. Ich grabe also ein weiteres Gemüsebeet um und sammle Steine aus der Erde zusammen, während der Sohn seinen Traktor belädt, das Gras mit dem extra angeforderten „große Kabl“, womit ein Schlauch gemeint ist, „gießt“, im leeren Gewächshaus tatsächlich gießt, seine für zwei Tage verschollene und vor etwa 45 Minuten wiedergefundene Sonnenbrille in der vollen Regentonne versenkt (…), mich sodann etwas verständnislos anschaut, dass ich zwar seine oben schwimmende Sandkastenschaufel bergen kann, aber nicht die untergegangene Sonnenbrille, die ich noch nichtmal sehe, und schließlich um halb sechs verkündet, dass er kalte Hände hat und rein will. Ich war also immens produktiv, aber wir hatten frische Luft und mein Rücken hat auch genügend Steine gesammelt. Wir räumen auf und gehen rein, ich mache ein schnelles Abendessen und vertröste den kleinen Leser auf nach dem Essen. Da muss er dann allerdings doch erstmal Purzelbaum üben und ist allgemein etwas aufgedreht, aber ein Drittel „Superwurm“ und ganze zwei Seiten „Findus“ schaffen wir.

Ich verlagere die Party nach oben, es ist immerhin schon 20 nach 7, und vielleicht liest es sich im Schlafanzug besser. Nun ja, im Rückblick ist das wohl Ansichtssache, der Buchtext klang mehrmals so: „Am dritten Tag fraß sie sich durch drei Pflaumen, und wenn der Minigecko mit Duplo spielt, dann hört die Mama auf zu lesen“ – er hat dann allerdings tatsächlich das Duplo wieder hingelegt und sich mir zugewandt, als sei nichts gewesen, also war die Idee wohl gar nicht übel. Kurz vor acht verlasse ich das Zimmer, wenige Minuten später vernehme ich zufriedenes Schnarchen.

Wieder unten mache ich mir einen Tee und schreibe den Artikel fertig, außerdem will ich noch eine kleine Sporteinheit unterbringen und duschen, und dann vermutlich eher früh ins Bett gehen, was ein recht effektiver Weg ist, dem österlichen Süßkram aus dem Weg zu gehen. Oder ich stricke noch auf dem Sofa. Oder vielleicht stricke ich auch im Bett und schaue dabei Netflix auf dem IPad. Ja, das wird es wohl werden. Und irgendwann wird dann auch der Geckomann wieder auftauchen.

Die anderen SchreiberInnen finden sich wie üblich hier.

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Neunundfünfzig

Dem Thermometer sei Dank, heute war es endlich soweit: die beiden Nachmittagsfahrten zur Kita wurden mit Fahrrad und Anhänger absolviert. Das ergibt insgesamt etwa 40 Minuten Bewegung und ein wohlgelauntes Kind, das darf (=muss) nämlich seinen Helm aufsetzen und das funktioniert zur Bestechung für „wir gehen jetzt“ nämlich hervorragend. Außerdem trägt er Sorge, dass ich meinen auch aufsetze, aber das täte ich ja ohnehin.

Während der Mittagskita saß ich also an meinem heimischen Schreibtisch und beschäftigte mich mit Papieren und Excel-Tabellen, nach der Heimkehr fielen wir dafür umgehend in den Garten ein. Ich habe endlich das erste Beet umgegraben, jedenfalls so ein bisschen, eine Schubkarre mit grünem und nicht mehr ganz so grünem Bewuchs aus ein paar anderen Beeten befüllt, der Minigecko verteilte fleißig Erde im restlichen Garten und irgendwann kam der Geckomann heim. Außerdem kam noch ein Schrottsammler vorbei, das war sehr praktisch, denn am Samstag entstand ein Schrotthaufen, der sich lohnte. Weil er uns sympathisch war hat er auch noch die Bleiakkus bekommen, die noch in der Garage warteten (die wollte der Gatte nicht jedem geben). Anschließend war sogar noch Zeit, im Vorgarten Vertrocknetes abzuschneiden und endlich endlich den Rhabarber einzusetzen, nachdem ich an seinem Platz auch noch ein bisschen umgegraben hatte. Er hat den Winter erstaunlicherweise überlebt in seinem Töpfchen und schiebt gerade das erste Blatt in die Höhe, ich bin gespannt, wie er sich so macht.

Alles in allem lässt sich der April also mal prima an 🙂

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Achtundfünfzig

Nach dem Osterbrunch bei der Schwägerin heute morgen habe ich mir am Nachmittag unser Saatgut vorgenommen. Schließlich habe ich am Freitag Nachschub bestellt, weil die Reste vom Vorjahr unauffindbar waren, woraufhin sie logischerweise am Sonntag aufgetaucht sind, klar. Ich nahm mir also den Beetplan von letztem Jahr vor, um zu entscheiden, was bleibt, was neu dazu kommt, in welche Richtung die Beete der Fruchtfolge wegen rutschen und wieviele Tomaten sinnvollerweise ins Gewächshaus passen. Diese Woche wird nun schleunigst umgegraben, und dann kann ich die ersten Sachen schon säen, zum Beispiel Phacelia (Büschelschön) – die wartet schon seit letztem Jahr.

Am Abend dann wurde die riesige dicke Decke fertig, passend dazu, dass es morgen warm wird. Hätte ich wohl früher schon machen sollen. (Und fertig heißt fertig! Alles verwahrt und vernäht!)

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Siebenundfünfzig

Osterwanderung, dieses Jahr ohne Regen.

Tapas-Vesper am Abend, dafür überraschend doch noch Pimientos de Padron gefunden, und außerdem völlig unspanische Tartes Tatin ausprobiert und für wunderbar befunden. (Auch wenn ich Salz, Pfeffer und Balsamico vergessen habe, das ließ sich ja aber nachträglich improvisieren.)

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Sechsundfünfzig

Seit der Krankenhauswoche Anfang Februar geriet mein schöner Nachmittags-Büro-Rhythmus wieder völlig aus den Fugen, und Notbetreuung in der Kita sowie abwechselnde Seuchen in den folgenden Wochen machten es nicht besser. Diese Woche allerdings hat endlich wieder fast alles gepasst, und für heute hatte ich mir am Montag auch direkt ein paar Stunden eingeplant, so dass ich meinen Plan, bis nächsten Freitag die Steuer soweit vorbereitet zu haben, dass ich sie spätestens Ende des Monats abgeben kann, vermutlich einhalten kann. Wenn das erledigt ist kann ich mich auch um die neue Buchhaltungssoftware kümmern, mit der der bisherige Anbieter zunehmend deutlicher herumwedelt (die klingt aber auch echt so, als wäre sie um Längen besser).

Heute Abend wuchs dafür die Decke, nach schätzungsweise zwei weiteren Abenden wird sie wohl fertig sein.

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Fünfundfünfzig

Die flauschige Decke wächst und wird vielleicht über Ostern fertig, und vielleicht bin ich so verrückt und arbeite am Ende noch alle zugehörigen Wollreste ein. Außerdem kann ich jetzt die Technik des unsichtbaren Fadenwechsels bei filzbaren Garnen, das ist schon ziemlich nett.

Ansonsten bin ich abends echt müde, ich definiere das mal als Frühjahrsmüdigkeit. Oder es liegt an „Mord mit Aussicht“.

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Vierundfünfzig

Den ersten frühlingshaften Tag mit viel Licht bis in den Abend haben wir direkt mal genutzt und sind nach Silz in den Wild- und Wanderpark gefahren. Da wir erst um halb vier dort waren, ist es ganz gut, dass es inzwischen lange hell ist…

Der Minigecko stiefelte fleißig durch den Park, besonders gerne bergauf (dies meine ich völlig unironisch, bergauf findet er super), begrüßte Hühner „Allo Üüünä!“, winkte Ziegen und streichelte furchtlos das Pony. Dass die ganz großen Pferde eigentlich Wisente waren, wollte er mir allerdings nicht so recht glauben, dafür spielte er mit Vergnügen mit den Damwildkühen Verstecken und erkannte die Wildschweine korrekt als Oinkoink.

Ich für meinen Teil bin jetzt hundemüde und liege seit kurz vor 9 im Bett, der Geckomann verendet möglicherweise auf dem Sofa, und der Jüngste scheint inzwischen allen Kuscheltieren von seinen heutigen Abenteuern berichtet zu haben.

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Dreiundfünfzig

Unser Gewächshaus hat wieder Scheiben, dank Silikon sind sie nun hoffentlich auch stabiler. Seit den Winterstürmen sah das Häuschen eher aus wie ein Gerippe, die Hohlkammerplatten waren uns um die Ohren geflogen.

Eigentlich wollte ich am Abend noch säen – deutlich später als letztes Jahr, da war es aber auch viel zu früh, so dass alles schon gakelig (dies ist ein Wort, dass es bedauerlicherweise nur mündlich gibt) war, bis wir die Pflanzen nach den Eisheiligen endlich raussetzen konnten – aber ich hatte dann doch nicht mehr die Saatgut-Auswahl wie gedacht. Da werde ich also erstmal Nachschub besorgen müssen.

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