Siebenunddreißig

Heute war hier Lazarett, der Geckomann hatte keine Chance mehr, gegen Müdigkeit und Gliederschmerzen anzuwurschteln. Nachdem ich ihm schon seit Wochen sage, er solle mal einen Gang oder zwei zurückschalten und erstmal wieder gesund werden, bin ich sehr froh, dass er morgen zum Arzt gehen wird.

Zur Erhaltung der Lebensgeister buk ich zum Frühstück Zebra-Pancakes (frisch inspiriert von Zucker, Zimt und Liebe) und machte dazu einen Obstsalat, dafür konnte sich der Mann tatsächlich vom Sofa erheben.

Am Nachmittag nutzte ich das trockene Wetter, um bei traumhaften 1,5 Grad die unerklärlich volle Papiertonne zu durchsuchen. Der extra noch nicht geleerte Wohnzimmer-Papiersack war im Laufe der Woche leider doch geleert worden, also durfte ich die Tonne nach Holzeisenbahnschienen durchsuchen, während ich hoffte, irgendwann in den nächsten Wochen mal wieder schnell genug zu sein, den mir bewusst in der Tonne freigehaltenen Platz für meine Büro-Papierberge auch tatsächlich nutzen zu können, damit ich dort auch mal weitermachen kann.

Außerdem suchte ich vergeblich meine Wasserfarben. In dem Karton, in dem sie meiner Meinung nach seit Jahren hausen, sind sie nicht, und wenn ich mir den Platz darin ansehe, können sie dort auch nie gewesen sein – aber wo dann? Es läuft vermutlich darauf hinaus, dass ich neue Wasserfarben besorgen werde, denn die Sache mit dem Pinsel gefällt dem jungen Herrn ziemlich gut. Wir sind dann notgedrungen auf buntes Papier, Scheren und Kleber ausgewichen, das war immerhin nicht so farbklecksgefährlich.

Zum Abendessen wurden die Rouladen krankheitsbedingt gestrichen, stattdessen gab es Gulasch, und danach habe ich sogar fünf Reihen an meinem aktuell bearbeiteten UFO weitergestrickt, dem im September 2016 begonnenen Building Blocks Shawl von Stephen West, den ich dann recht bald ruhen ließ. Seit ein paar Wochen hat er mich wieder gejuckt, und diese Woche war er tatsächlich reif. Diesmal werde ich ihn jetzt fertigstricken, denke ich, auch wenn die Reihen jetzt immer länger werden.

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