Neunundzwanzig

Heute habe ich viel Zeit herumsitzend in Karlsruhe verbracht, denn heute war mal wieder eine Minigecko-OP.

Er hat das wie immer super gemacht, und ich bin wirklich dankbar, dass die Anästhesie sich auf den Emla-Pflaster-Verzicht eingelassen hat und auch von selbst die Maskeneinleitung vorgeschlagen hat. So wurde also ein Versuch unternommen, den Zugang zu legen, was mit deutlich weniger Drama verbunden war, als es ein Pflaster gewesen wäre (oder auch der Versuch am Vormittag, seine Jacke auszuziehen…), der war nicht erfolgreich (mal gespannt, wie oft diese arme „die sieht doch gut aus“-Vene auf dem Handrücken noch vergeblich gepiekst wird), dann gab es Gas über die Maske und zwei Stunden später bekamen wir das Kind mit seinem üblichen Zugang im Fuß wieder. Zum Abendessen verdrückte er etwa die Hälfte seines Körpergewichts in Pudding, Joghurt, Butterkeksen, Brot und Bierschinken (am Käse leckte er und legte ihn wieder hin) und war spätestens ab da wieder ganz der Alte.

Es ist hochinteressant, dass er jetzt selbst mit Schwestern und Ärzt*innen kommuniziert und ihnen auch Antworten gibt, dadurch macht er außerdem teilweise viel besser mit, und die Schwester, die er nach dem Entfernen des Pflasters schmollend aus dem Zimmer geschickt hat, wird das vermutlich verkraften 😉 (Sie hat gegrinst und sich gefreut, dass es ihm gut geht, also ja.)

Während des Herumsitzens habe ich außerdem ausgetüftelt, wie der junge Mann am Dienstag als Pinguin in die Kita gehen kann. Ich nähe selbst, und ich bin wild entschlossen, dass abgelegte schwarze und weiße T-Shirts und ein gelber Frotteestoff aus dem Fundus am Ende einen schönen Pinguin ergeben, ohne mich unglaublich viele Nerven zu kosten.

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