Elf

Seit ein paar Tagen läuft der Versuch, dem Kind seine Pflasterphobie zu nehmen. Bislang mit eher mäßigem Erfolg. Er findet zwar inzwischen, dass die bunten Kinderpflaster spannend und tolle Aufkleber sind, muss sich aber noch immer schier um den Verstand brüllen, wenn man vorschlägt, ihm eines auf die Hand oder den Arm oder den Pulli zu kleben. Während er mich heute um Schokolade anbettelte, kam mir dann eine Idee: ich versuchte es mit Bestechung. „Du bekommst ein Stück Schokolade, wenn ich Dir vorher ein Pflaster aufkleben darf.“ Er wollte keine Schokolade mehr. (Hat aber immerhin bei der Pflaster-Klebe-Vorstellung auch nicht gebrüllt.)

Diese Woche habe ich mir das Büro ein paar Tage mit einem Externen geteilt, der durchaus sehr höflich war und mich morgens fragte, ob es mich störe, wenn er sein Frühstück am Schreibtisch zu sich nehme; so auch heute. Er fragte mich dann, ob ich denn nicht frühstücke. Das fand ich ja schonmal etwas skurril, denn ich war schon gut anderthalb Stunden vor ihm angekommen, ganz normal um 8 eben, da hätte ich ja durchaus schon etwas gegessen haben können… Ich habe jedenfalls verneint und sah dann ein besorgtes Gesicht mir gegenüber, weil das doch so wichtig sei. Nun. Ich habe mir die konkrete Erklärung, dass ich quasi automatisch zunehme, wenn ich frühstücke, weil dadurch nicht wundersamerweise meine anderen Mahlzeiten kleiner werden, gespart, und einfach nur geantwortet, dass ich es aber sinnlos fände, etwas zu essen, wenn ich gar keinen Hunger habe. Er meinte dann nur noch „Hmm.“

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