Tagebuchfünf November 2017

Frau Brüllen fragt wie jeden Fünften, was wir denn den ganzen Tag so machen, und endlich antworte ich mal wieder.

Nachts schmökere ich noch ein wenig durchs Netz, bis ich gegen halb eins genug gekichert habe und dann doch mal schlafe. Um 4:26 weckt mich irgendwas, ich kann aber nochmal einschlafen.

7:54 schaue ich dann wieder auf die Uhr, das klingt doch schon besser. Der kleine Hahn kräht nach uns und ich gehe ihn holen. Er zieht seinem Papa ein paar Mal den Telefonhörer über den Kopf, bis auch er wach ist (und es nach wie vor praktisch findet, ein Telefon am Bett zu haben. Nun ja.) und die beiden Herren zum Wickeln und nach unten verschwinden, während ich noch liegenbleibe und lese.

Um halb zehn erhebe ich mich dann auch und mache mich an die Tagesplanung: Bäder putzen, Kram sortieren, Wäsche waschen, Auflauf vorbereiten, Minigecko. Ich fange mit dem unteren Bad an, später wird der Geckomann sagen, er könne dort nichts mehr sehen, so sehr blende ihn das Waschbecken – ich bin also sehr zufrieden mit meiner Entscheidung, den restlichen Essigreiniger zu entsorgen und stattdessen etwas weniger stinkendes und gleichzeitig besser wirkendes zu verwenden. Die Herren sind währenddessen im Keller, der eine „saugt“, der andere installiert und telefoniert.

Als der Sauger unbedingt mittelefonieren will, wird er samt Dauda wieder nach oben gebracht und zeigt mir dort, dass er den Küchlschrank inzwischen alleine aufbekommt (gestern noch nicht). Außerdem macht er sehr deutlich deutlich, was er im Kühlschrank gerne essen würde. Da er vor lauter Saugen vormittags nicht viel Zeit zum Essen hatte, bin ich darüber sehr froh und reiche ihm seine Beute. Abschließend ist es sachon nach 12 und damit Zeit für den Mittagsschlaf, so lange er überhaupt noch welchen macht (die Abschaffung winkt bereits am Horizont…). Ich koche mir einen Tee, der Mann brät sich Spiegeleier, wir sprechen die Woche durch, die viel Außendienst und viele Kita-Termine beinhaltet, und gehe in den Keller zur Wäsche – endlich hat es die Patchworkdecke mal wieder in die Maschine geschafft, die muss immer ewig im Keller warten, bis sie auch mal darf. Weiß gar nicht, wieso.

Eine Bücher/Spiele/Bettwäsche-Kiste der Schwägerin will nun auch endlich mal ausgeräumt werden, der Großteil darf allerdings noch ein paar Jahre auf seinen Einsatz warten, wo auch immer er in der Zwischenzeit einen Platz finden wird. Um kurz nach 2 stößt der Minigecko wieder dazu. Während der Mann auf dem Sofa mit seinen Kopfschmerzen kämpft (und trotz geschlossener Augen und täuschend echten Schnarchens auf gar keinen Fall anderthalb Stunden schläft!), bringe ich noch etwas Ordnung in ein Küchenregal und etwas mehr Ordnung auf den Esstisch. Der Minigecko saugt derweil. Um 4 betätige ich mich als Wecker, schließlich sollte das Auto noch aufgeräumt werden, morgen müssen zwei Kollegen mitfahren, und aktuell hat es noch Urlaub. Der kleine Sauger und sein Sauger gehen mit raus, zu dritt saugen sie das Auto aus, diesmal in echt. Ich hechte derweil durch die Stockwerke, Rechnungsstapel hoch ins Büro, Schmutzwäsche in den Keller, Samlaboxen ins Wohnzimmer, Papiermüll raus in den Hof, saubere Kleidung hoch, pausiertes Spielzeug hoch und möglichst außer Sicht, und überhaupt muss oben im Bad aufgeräumt werden.

Kurz nach fünf fange ich mit dem Abendessen an, der Auflauf wird merkwürdigerweise immer gratinförmiger, das könnte an den scheibchendünnen Kartoffeln (und Kohlrabi und Süßkartoffeln) liegen. Aber der eigentliche Plan, Reste zu verwerten, geht auf, die Schinkenwürfel, der zu viel gekaufte eine Käse, der angebrochene andere Käse, die angeschnittene Zwiebel aus dem Kühlschrank, die Bechamel-Kohlrabi (diesmal gewürfelt) von gestern, alles passt rein und zusammen, so hab ich mir das gedacht. Um 6 ist der Braten in der Röhre, ich widme mich erneut der Wäsche, Maschine 2 und 3, während die Herren Fotos bearbeiten. Ca. 19:15 können wir essen, der Geckomann hat noch ein wneig Rind dazu gebraten. Um 8 liegt das Kind im Bett, es war gaaaar nicht müde. Ich korrespondiere noch ein wenig, beginne dann doch auch einmal mit diesem Artikel, muss zwischendurch gewaltig fluchen wegen BlueScreen, darf mich danach aber freuen, weil WordPress automatisch zwischenspeichert und mir tatsächlich fast nichts fehlt.

Inzwischen ist es kurz vor 11 und ich sollte dringend ins Bett. Vorher müssen aber noch die Waschmaschinen geleert werden, sonst gibts Müffelwäsche. Im anderen Kellerraum werden wohl weiterhin Server installiert.

Sehr spannend hier heute, zweifellos. Aber das Erdgeschoss ist fantastisch imaginär gesaugt worden!

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