Tagebuchfünf Juli 2015

Die Tagebuchfünf in der „Wehe jemand behauptet, dieses Jahr habe es gar keinen richtigen Sommer gegeben„-Edition, initiiert und gesammelt wie üblich von der unermüdlichen Frau Brüllen.

Um kurz nach Mitternacht trete ich aus der Dusche und fühle mich sogar halbwegs erfrischt. Der letzte Gang durchs Wohnzimmer, bevor ich schlafen gehe, ergibt, dass die aufgerissenen Fenster die Raumtemperatur immerhin von 30 auf 29 Grad senken konnten. Das ist doch mal was! Ich kippe alle Fenster an und begebe mich nach oben. Der Minigecko und sein Papa liegen mal wieder in nahezu identischer Schlafpose im Bett; leider muss ich diesen allerliebsten Anblick stören, denn der Kleinere von beiden liegt auf meiner Seite und ich würde schon auch gerne noch irgendwie reinpassen. Er lässt sich aber problemlos umbetten und schläft weiter, dem schließe ich mich an.
Um viertel sieben werde ich wach, es ist warm, die Sonne scheint aufs Bett (der Vor- und gleichzeitige Nachteil vom Schlafzimmer im Osten…) und der Kleinste hat Hunger. Ich will mal nicht so sein, mache aber zuvor den Rollladen runter und das Fenster zu. Frisch gestillt ist der Minigecko hellwach und putzmunter, während ich es im Bett nur noch so leidlich angenehm finde und mich fürs Aufstehen entscheide. Ich reiße wieder alle Wohnzimmerfenster auf, vielleicht lassen sich die über Nacht erreichten 28 Grad ja noch senken? So ganz ausgeschlafen bin ich ja noch nicht, Sohnemann ist kuschelig, also machen wir es uns auf dem Sofa gemütlich und  genießen den (kaum spürbaren) Durchzug.

Kurz nach acht ist’s genug, der Minigecko ist noch im Halbschlaf, aber ich schließe endgültig die Fenster und gehe nach oben, versuchsweise den Geckomann wecken. Der wollte früh aufstehen und noch tausend Dinge erledigen, und tatsächlich steht er dann auch relativ direkt auf. Er überlegt, als allererstes in den Pool zu hüpfen, geht dann aber doch erstmal duschen. Ich hingegen koche einen Pudding, denn leichtfertigerweise habe ich für eine Nachmittagsveranstaltung heute einen Kuchen zugesagt, als ich noch nicht wusste, dass absolut kein Kuchenbackwetter herrscht. Naja, sie werden sich mit einem gekauften Obstboden zufrieden geben müssen, ich weigere mich, den Ofen anzuschmeißen, also gibt es Ochsenaugenkuchen in rund. Als der Pudding zum schnelleren Abkühlen (haha!) auf zwei tieffe Teller verteilt ist, ist knapp 9 Uhr, die während der letzten Stunde hinter den Wolken versteckte Sonne kommt raus, so dass ich die Rollläden schließe, und der Artikel wird begonnen. Außerdem hab ich Hunger! Der Kleine auch.

Nach erneutem Stillen mische ich den Pudding mit Crème fraiche, bestreiche den Kuchen, belege ihn mit Aprikosen, Guss drauf und ab in den Kühlschrank. Kurz überlege ich, mich einfach zum Kuchen zu setzen, sehe aber gewisse Platzprobleme dabei. Schade. Dann hole ich halt zwei der gestern übriggebliebenen Pfannkuchen raus, fülle sie mit Creme und Aprikosen und nehme sie samt Kind mit raus.

Es ist nun halb elf, unser Besuch kündigt sich für in einer halben Stunde an. Nach dem kleinen Pfannkuchenfrühstück spannen wir noch das Sonnensegel über den Pool, mit Schatten ist der nochmal angenehmer.


Um halb 12 liefere ich den Kuchen ein paar Straßen weiter ab, kurz nach 12 ist dann auch der Besuch da und bringt Kuchen mit, wie praktisch 😉 Wir futtern also ein wenig Kuchen und hüpfen danach zu 5/7 ins Wasser. Um halb zwei ist Aufbruchsstimmung, die Meute geht meinen Kuchen beim Entenrennen besuchen. Der Minigecko und ich bleiben allerdings daheim, bei der Hitze braucht er nicht auch noch Menschenmassen.

Wir schwitzen also gemütlich vor uns hin, erfreuen uns an der Sprühflasche, und gegen vier trudeln die anderen wieder ein. Es folgt viel wildes Poolgehüpfe, ich bleibe allerdings draußen und hänge nur ab und zu die Arme rein, um dem Minigecko beistehen zu können, der von der fröhlichen Kinderschar zeitweise etwas irritiert ist. Irgendwann bringe ich ihn nach drinnen zum Schlafen, das hilft (und Babyphone sei Dank). Am frühe Abend macht sich der Besuch auf den Heimweg, wir machen Hof und Garten sturmfest und werfen den Grill an. Inzwischen ist es etwas kühler, der Kleine darf draußen im Kinderwagen weiterschlafen (wenn er nicht grade gestillt wird oder wichtige Dinge erzählen muss ;-)), den Tatort vergessen wir, und im Grunde hätten wir ewig so sitzen können. Sind aber dann doch irgendwann ins Bett 🙂

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One Response to Tagebuchfünf Juli 2015

  1. Ein Bild das tausend Worte spricht. “ψ(`∇´)ψ

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