Tagebuchfünf Juni 2015

Schon wieder der Fünfte! Frau Brüllen fragt (und sammelt) WMDEDGT?

0:00 – Ich bin fertig geduscht, habe im Obergeschoss weitere Fenster geöffnet (noch sind 22,1Grad) und hole jetzt das neben seinem Papa auf dem Sofa schlummernde Kind nach oben. (Papa schlummert nicht sondern schaut mit Kopfhörern „Agents of SHIELD“.) Er wird zwar kurz wach, hat aber erstaunlicherweise keinen Hunger und schläft gleich weiter. Soll mir recht sein, dann schlafe ich auch. Irgendwann kommt der Geckomann nach, der unten doch eingepennt ist, aber ich habe keine Ahnung, wann das ist.

Um 4:30 hat der Minigecko Hunger, außerdem bietet sich wickeln an. Im Schlafzimmer sind nur noch 19,1 Grad, ich bin begeistert. Als ich mich wieder ins Bett lege berechne ich den Abstand der Kopfkissen zum Kopfende falsch und haue mir geräuschvoll, aber nur wenig schmerzhaft, den Kopf an. Das ist mir auch noch nie passiert.

Um 7:00 steht der Geckomann auf, der Kleine wird auch kurz wach und schaut mich mit einem „vielleicht ein Hüngerchen“-Blick an, schläft dann aber wieder ein. Um 7:53 hat er dann aber definitiv ein Hüngerchen, danach wird nochmal gekuschelt und ich döse wohl nochmal weg. 9:45 stehe ich dann doch mal auf, wickle den Knaben und wiege ihn. Er nähert sich den viereinhalb Kilo! Danach gehen wir nach unten, der Spielbogen wird begeistert angenommen und ich wundere mich, dass er noch nicht wieder Hunger signalisiert – vermutlich hat er bei warmem Wetter weniger Appetit? Geht mir jedenfalls so. Ich lese ein wenig Nachrichten, und um

10:20 kommt der Postbote, bringt ein Paket und nimmt es mit am Mittwoch fehlgeliefertem Inhalt wieder mit. Anschließend konferiere ich ein wenig mit der im Sommer heiratenden Freundin.

Um 10:43 hat das Kind nun doch endlich mal Hunger, als er satt ist esse ich das letzte Stück Rahmkuchen, das der Geckomann am Mittwoch aus dem Büro vom Geburtstag eines unserer Kollegen mitgebracht hat. Ich nehme mir das werdende Tuch vor und stricke drei Reihen. Da das Tuch dreieckig ist und zur Spitze hin gestrickt wird, wird jede Reihe länger als die zuvor. Zwischendrin klingelt ein Schrottsammler und möchte die alte Heizung aus dem Bad mitnehmen, die hinter dem Hoftor schon auf ihn gewartet hat – er darf das also sehr gerne.


Um 11:35 ist der Minigecko eingeschlafen und ich mache mich an den Geschirrspüler und die Küche im Allgemeinen. 45 Minuten später ist er wieder wach und hat bald darauf Hunger. Und dann nochmal. Dazwischen esse ich den Rest des Ebly-Salates von gestern Abend und hole Getränke aus dem Keller.

Um eins forme ich die Notizen, die ich für diesen Eintrag geführt habe, in Text um und lege den Artikel an.

Gegen 14:00 bietet sich mal wieder wickeln an, waschen scheint er bei den Temperaturen auch ziemlich angenehm zu finden, und strampeln ist ja sowieso das Größte. Danach bin ich abenteuerlustig und turne erstmals mit Minigecko auf meinen Schienbeinen liegend. Er weiß nicht ganz, was er davon halten soll, kuckt aber grundsätzlich wohlwollend. Als er um kurz vor halb drei anfängt, mein Knie anzunagen, gehen wir zum Stillen wieder nach unten aufs Sofa.

Der restliche Nachmittag besteht aus Haushalt und ein paar Unterhaltungen per Mobiltelefon, während das Kind die Temperaturen zum Großteil verschläft – kluge Entscheidung, finde ich.

Als der Geckomann heimkommt, überlegen wir, was wir alles einpacken müssen, packen es und brechen nach Ludwigshafen zum Großmarkt auf. Dort sind wir um 20 vor sieben, ich bleibe zunächst stillend im Auto, wobei ich meinen Dänischkurs (anderes Thema) fortsetze, bevor wir draußen im schattigen Lufthauch auf die Rückkehr des Einkäufers warten.

Um halb acht etwa sind wir bei meinem Cousin. Der Plan für heute Abend besteht darin, zwei Rezepte aus der letzten Staffel von „The Taste“ nachzukochen. Zu dritt wird gewerkelt, ich bin eher Milchzentrale und moralische Unterstützung. Es wird ein langer Abend, das zweite Rezept ist ein Dessert und wird gegen halb elf begonnen, verspeist erst nach Mitternacht. Macht nichts, je wärmer der Tag, desto später das Essen, und es lohnt sichtbare jeden Fall! Der kleine Penner tut die meiste Zeit genau das, wenn er nicht gerade trinken will.

Edelsaibling mit Spargelemulsion, Spargelsalat und Frühlingsrolle:


Knuspercannelloni mit Schokoganache, Passionsfruchtvinaigrette und Karamellcreme:

 

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One Response to Tagebuchfünf Juni 2015

  1. Meinigkeiten sagt:

    Ein kurzweiliger Tag – und Euer Menü, das sieht einfach nur super lecker und sehr professional aus. Stark.

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