Türen und Fenster

Im Februar sind bei den Shootingqueens Türen und Fenster dran.

Als relativ neu Zugezogene bot sich dadurch ein willkommener Anlass für einen schon längst überfälligen Dorfspaziergang, denn zunächst fiel mir dazu wenig ein. Nach und nach kamen mir ein paar Ideen, und gestern Mittag hab ich dann das relativ sonnige Wetter genutzt und mein Glück versucht.

Im Bürgerbüro sitzend hatte ich schon Mitte des Monats ein Haus entdeckt, von dem mir Freunde erzählt hatten – denkmalgeschützte Fassade, also wurde sie als einziges stehen gelassen, während schätzungsweise dreißig Zentimeter dahinter ein komplett neues Haus gebaut wurde. Dieses Vorgehen  scheint gar nicht so ungewöhnlich zu sein, ich hatte es allerdings zuvor noch nie gesehen.

Fensterfassade in der Langgasse

 

Dann kam mir noch die Idee, mir das Älteste Haus einmal genauer anzusehen, das örtliche Heimatmuseum. Es hat zwar nur begrenzte Öffnungszeiten, so dass ich vor der Tür stand, aber nun ja, darum ging es ja eigentlich auch 😉 .

Es ist ein 1599 erbauter Dreiseithof und gilt als das bedeutendste Fachwerkhaus im Ort. Seit 1986 ist es Heimatmuseum im Kulturzentrum.

Ältestes Haus - Tür

Wie bei so vielen alten Häusern und Höfen wächst an der Fassade eine Hausrebe (eigentlich mehrere), die man hier über dem Tor gut sieht – blätterlos im Winter natürlich etwas unspektakulär, aber das bleibt vermutlich nicht mehr lange so. Da der Ort quasi im Sumpf steht, hohes Grundwasser hat und Keller, wenn vorhanden, zu Feuchtigkeit bis Nässe neigen (es sei denn, das Haus steht in/auf einer Wanne wie bei uns), haben diese Hausreben nicht nur dekorative Gründe, sondern sie helfen auch dabei, Wasser aus dem Gemäuer zu ziehen und das Fundament trocken zu halten.

Ältestes Haus - Tür und Tor

 

Auf dem Rückweg kam ich dann noch am alten Rathaus vorbei. Ich war schon hin und wieder mit dem Auto daran vorübergefahren, hatte es allerdings dennoch nicht unbedingt bemerkt – was merkwürdig ist, denn eigentlich ist es ziemlich auffällig.

Altes Rathaus - untere Tür

Es wurde 1784/1785 erbaut und diente bis 1986 als Rathaus. Heute beherbergt es die Musikschule.

Besonders auffällig ist neben dem Dach mit Zwiebelturm der imposant überdachte Eingang im Obergeschoss, zu dem rechts und links am Haus entlang Treppen hochführen.

Altes Rathaus - obere Tür

 

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