Backbücher

Heute habe ich mir mal meine Artikel-Entwürfe angesehen, die zum Großteil schon seit Jahren hinter den Kulissen des Blogs schlummern. Meist hatte ich da eine Idee und dann keine Zeit, meinen zugehörigen Wortschwall angemessen zu verschriftlichen, teilweise fehlte es auch an der Gelegenheit für nötige Recherche, und manchmal wäre das entscheidende Element das ein oder andere Foto gewesen, das sich aber nicht immer so einfach von seinem Speicherort loseisen ließ. Einige Artikel habe ich gleich mal gelöscht, weil die nach so langer Zeit völlig sinnlos wären, aber der weiter unten im Text folgende, der darf bleiben und fertig geschrieben werden. Angefangen habe ich ihn am 24.4.2013, also quasi vorgestern. Knapp zwei Monate vorher waren wir in unser Häuschen eingezogen.

 

Die ersten Bücher, die ins große Regal eingeräumt wurden, waren meine Koch- und Backbücher (dicht gefolgt von den Reiseführern). Und als ich vorhin am Regal vorbeilief, kam mir der Gedanke, mal meine liebsten Backbücher vorzustellen. Als ich dann am Rechner saß fiel mir auf, dass das gar nicht so einfach ist, weil ich eigentlich gerne eine Art Rangliste machen würde, mich dazu aber schlicht nicht im Stande fühle, weil die Thematik der Bücher zu unterschiedlich ist.

Ich versuche es nun mit dem Ansatz, die mir wichtigsten Rezepte anzuordnen, und dabei das sie enthaltende Buch vorzustellen.

Platz 1: Luisenkekse, völlig klar.

Dabei stelle ich dann aber schon wieder fest, dass die Vorstellung so auch nicht funktioniert, weil das Buch, in dem dieses Rezept steht, ein Unikat ist – mein Sammelbuch, in dem ich alle Rezepte, die mir so begegnen und die es wert sind, einklebe oder notiere. Es hat den kleinen Nachteil, kein Ordner mit losen Seiten zu sein, den man irgendwie durchsortieren könnte, sondern es ist eben ein Buch mit leeren Seiten. Manchmal muss ich daher erst ein wenig suchen, stolpere aber dafür auch immer wieder über Sachen, die ich auch mal wieder machen könnte. Hier drin sind „geerbte“ Rezepte ebenso wie Ausschnitte aus dem Biokistenzettel, aus Zeitschriften oder ein Abschrieb aus meinem ersten Französisch-Schulbuch (Crêpes!); es ist Koch- und Backbuch. Und eigentlich vermute ich ja, dass die meisten sowas zu Hause haben. Hier sind noch einige weitere Lieblingsrezepte enthalten, daher mache ich mal mit etwas weiter, das von anderswo stammt.

Platz 2: Apfelkuchen sehr fein – Buch: „Dr. Oetker Backbuch“

Eines meiner liebsten Apfelkuchenrezepte (neben Apfel-Riesling-Torte im obigen Sammelbuch), zu finden in einem Standardwerk mit Klassikern, das ich ganz klassisch geschenkt bekommen habe. Darin sind Kuchen- und Tortenklassiker, aber auch außergewöhnliche Ideen, und vor allem auch: Plätzchenrezepte. Was ich an Lieblingsweihnachtsplätzchen habe und mir nicht schon seit Kindheitstagen bekannt ist, kommt aus diesem Buch, Beispiele wären Orangen-Schoko-Plätzchen oder Marzipanstangen.

Platz 3: Belugalinsenbrot, Buch: „Brot“ von Bernd Armbrust

Mein erstes Brotbackbuch! Letztes Jahr überkamen mich die großen Brotbackgelüste (dieses Jahr ist es auch bald wieder soweit, ich merke es schon…), und als ich in einer Buchhandlung an diesem Buch vorbeikam, konnte ich nicht widerstehen. Lustigerweise stellte ich danach fest, dass es in meinem liebsten Brotbackblog auch wärmstens empfohlen wird, aber ich kann mit Recht sagen, dass es mich von ganz alleine ansprach ;-). Der Hauptgrund dafür waren vermutlich die Fotos. Ein unbekanntes Backrezept, zu dem ich ein Foto habe, hat deutlich bessere Chancen, von mir nachgebacken zu werden, als eines ohne, einfach deshalb, weil ich gerne vorher weiß, wie das, was ich da gerade mache, am Ende aussehen könnte (oder sollte). Das Auge isst eben nicht nur mit, es wählt auch mit aus. In diesem Buch gibt es zu jedem Rezept ein ganzseitiges Bild, und die Bilder sind gut. So gut, dass man eigentlich sofort reinbeißen möchte, wenn es nur leider nicht Papier wäre – also sieht man das Bratkartoffelbrot, das Belugalinsenbrot oder Münsterländer Bauernstuten und beschließt, dass man unmöglich ohne dieses Buch aus dem Laden gehen kann. Daraufhin habe ich dann auch endlich meinen ersten Sauerteig angesetzt. Es sind klassische Brotrezepte enthalten und eben auch ungewöhnliche, eine kleine Sauerteigeinführung und allgemeines Grundwissen zu Brot und den Zutaten. Man hält es in der Hand und bekommt Brotbackgelüste, und je länger ich darüber schreibe, desto dringender wird mein Bedürfnis, bald mal wieder Brot zu backen…

Platz 4: Cookies, Buch: „Backbuch“ von Cynthia Barcomi

Ich hatte mich dem Hype, der durch die Blogs schwappte, bestimmt zwei Jahre lang verweigert, aber irgendwann 2012 musste ich dann doch wissen, was es mit Cynthia Barcomis Backbuch auf sich hat. Bereut habe ich es nicht. Zuvor hatte ich mich in Sachen „Amerikanische Klassiker“ nur an Muffins begeben, zum Rest fehlte mir irgendwie der Zugang. Frau Barcomi gab ihn mir, und Cookies (mit Haferflocken, Walnüssen und Rosinen) gab es als erstes. Inzwischen habe ich auch das ein oder andere weitere Rezept in dem Buch ausprobiert (Waffeln, klassische Brownies, Coffee Cake, Chocolate Mayonnaise Cake), aber prinzipiell habe ich fast beim ganzen Buch das Bedürfnis, es nachzubacken – das Problem ist nur, dass man eigentlich schon beim Lesen der Rezepte das Gefühl hat, die Waage zu sprengen. Aber so hin und wieder ist das schon okay… wenn ich mir jetzt aber überlege, was ich daraus denn demnächst mal machen soll, dann wird der Geckomann ziemlich sicher sagen „Cookies! Mit Haferflocken und Rosinen!“ – womit ich dann wieder nichts Neues ausprobiere…. Mist ;-).

Platz 5: Muffins, Buch: „Muffins“ von Christa Schmedes (GU)

Mein Favorit für überraschende Kuchengelüste, zu verwertendes Obst, handlichen Reiseproviant oder schnelle Kuchenbüffet-Ergänzungen. Inzwischen habe ich auch ein paar herzhafte Varianten, beispielsweise zum Frühstück, im Repertoire. Meine ersten beiden Standard-Rezepte (Banane-Nutella, Johannisbeer) finden sich inzwischen im Sammelbuch, ich weiß aber noch, woher ich sie habe – einmal aus einem inzwischen stillgelegten Blog (Frau Antonmann), das andere ganz einfach bei Chefkoch, wo es mir auf der Suche nach Johannisbeer-Rezepten begegnete. Erst seit kurzem verwende ich auch das Muffin-Backbuch von GU häufiger, das beim Muffinblech dabei war. Ich glaube allerdings nicht, dass ich bisher irgendeines der dort enthaltenen Rezepte ohne eine einzige Abwandlung gebacken habe – entweder mir fehlte mindestens eine der vorhergesehen Zutaten, oder ich wollte einfach nur ein schnelles Rezept ohne Baiserhauben oder ähnliches. Dabei tritt dann aber der große Nutzen des Büchleins zu Tage, man kann es nämlich wunderbar einfach als Ideengeber verwenden und sich aus den Grundrezepten dann nach Lust und Laune selbst etwas zusammenbasteln – etwas, das ich bei Backrezepten eigentlich eher ungern und selten mache, aber bei Muffins scheine ich da weniger Hemmungen zu haben.

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