Backwahn

Es ist ein gewisser Backwahn zu bemerken im Hause Gecko…

Das hat mehrere Gründe. Zunächst mal ist backen toll, aber das ist ja nichts Neues. Dann aber wohnt seit 23.12. ein blitzender roter englischsprachiger KüchenHelfer im Hause, der auch dann Teig macht, wenn ich nicht Händchen halte – sprich, das Handrührgerät hat ausgedient. Das hat unter anderem zur Folge, dass man Zeit spart, weil man während der Rühr- oder Knetzeit andere Dinge machen kann, und außerdem, dass ich endlich schöne Knetteige ohne schmerzende Schultern aufgrund zum Teigkneten ungeeigneter Arbeitsflächenhöhe hinbekomme. Brötchen allüberall!

Der nächste Grund ist ein doppelter, nämlich Backbücher, die getestet/verwendet werden wollen. Das eine habe ich schon immerhin gut zwei Jahre, bis vor kurzem kaum benutzt, obwohl tolle Sachen drinstehen – nicht nur zum klassischen Backen, sondern auch beispielsweise eher in Richtung Überbacken, und ganz besonders begeisternswert, Gnocchi romana! Das andere hab ich mir zu Weihnachten selbst gegönnt, durch genügend Bloglektüre andernorts war es mir schon geraume Zeit ein Begriff – die Rede ist natürlich von Cynthia Barcomis Backbuch.

Eigentlich sollte der neue Mitbewohner standesgemäß mit einem amerikanischen Rezept eingeweiht werden, damit er sich auch wohlfühlt. Es wurden dann allerdings die Tomatenbrötchen aus Buch 1 dringender… sie schmeckten nur leider eher nach Mürbe- als nach Hefeteig, was ich auf die Trockenhefe schiebe die auch schon etwas zu alt war. Gut waren sie aber dennoch, und mir fällt gerade ein, dass der Herr DeNux aus der Ferne das Rezept geordert hat (Mail folgt demnächst 🙂 ). Danach näherte ich mich den USA etwas an, Scones finden sich auch im Barcomi-Buch, auch wenn ich die Dinger nach wie vor als englisch betrachte und ein Rezept aus dem ersten Buch wählte – Käse-Schnittlauch-Scones. Sehr fein, und die Schärfe in etwas, das sich beim Kauen hauptsächlich nach Brötchen anfühlt, war überraschend, aber gut. Könnte an Senfpulver und Cayennepfeffer gelegen haben… aber juhuu! Senfpulver in einem Backrezept! Ich war schwer begeistert (außerdem ein weiterer Hinweis auf englische Rezeptherkunft). Der nächste Stopp dann: Brötchen, aber schnelle, bitte. Runde gute Brötchen, die würdig sind, das Ober- und Unterteil selbstgemachter Burger (aus Versehen aus gemischtem Hackfleisch, ups…) zu sein. Mission prinzipiell erfolgreich, ich habe aus dem Versuch aber gelernt, Brötchen nicht bei Umluft zu backen, die Kruste war doch etwas arg dick. Und all zu schüchtern beim Einschneiden muss ich auch nicht sein… Schnell waren die Dinger deshalb, weil man den Teig ohne Gehenlassen zu Brötchen formen kann, und geformt können sie zwar gehen, müssen aber nicht. Sehr schön. Der Teig ist schnell gemacht, 25 Minuten backen, voilà! Das ist auch am Wochenende zum Frühstück drin 😀 . Nun, mit den Burgern hatten wir uns der KüchenHelferHeimat ja schon ziemlich genähert, jetzt kam der Härtetest, quasi. Erstmals nicht der Knethaken, erstmals Cookies! Haferflocken-Rosinen-Walnuss, oder aber Oatmeal-Raisin-Walnut, wie die Maschine sagen würde. Der Geckomann wäre am liebsten mit aufs Blech gekrochen, um auch wirklich ganz frische Cookies abzukriegen, ich konnte ihn aber nochmal zurückhalten. Ein Blech wurde mir leider zu dunkel (10 Minuten vergehen doch recht schnell…), die anderen drei waren sagenhaft. Nur etwas viel, aber so hatten sowohl die Geckoeltern als auch einige meiner Kommilitonen auch was davon 😉 . Mit Müh und Not konnte ich einen wöchentlichen Cookie-Back-Termin abwenden, aber ja, die Dinger wirds noch öfter geben 🙂 . Genaugenommen wurde Ladung zwei bereits produziert und verspeist… diesmal allerdings nur das halbe Rezept, man muss ja nicht übertreiben 😉 . Auch die schnellen Brötchen wurden schon wiederholt, bei Ober/Unterhitze, tieferem Einschnitt und diesmal nicht vergessenem Wassergesprenkel waren sie nochmal ne Nummer besser und außerdem die perfekten Begleiter für die erste Suppe aus unsrem anderen Neuzugang… aber dazu ein ander Mal 🙂

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