Lesen 2012

Heute ist Welttag des Buches, wie seit 1995 immer am 23. April. Das erschien mir ein geeigneter Moment, die eigentlich schon längst fertige Leseliste von 2012 zu veröffentlichen, schließlich führe ich die ja immer halbwegs aktuell.
Was auffällt, ist der große Lee-Martin-Block, den ich jetzt schon zum dritten Mal gelesen habe. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich damals an das erste Buch der Serie gekommen war, ich vermute aber, dass es in Tübingen bei den vom Vormieter überlassenen Büchern dabei war. Ich hatte mir dann relativ bald die anderen Bände dazugesteigert, im regulären Buchhandel sind die meisten nämlich nicht mehr erhältlich. Es ist gar nicht unbedingt so, dass es die besten Bücher auf Erden sind (auf die Idee könnte man ja kommen, bei dreimaligem Lesen in sieben Jahren), sie sind einfach nur… „gefällig“ trifft es vermutlich am besten. Keine sonderlich schwere Kost, meist locker geschrieben, die Figuren alle leicht schrullig und sympathisch, so dass man regelmäßig schmunzeln muss, und dann bauen die Bücher auch noch direkt aufeinander auf, was für jemand mit meiner Serienneigung ja schon fast ausreicht, um sie alle nacheinander lesen zu müssen. (Serien verlasse ich eigentlich nur dann vor dem Ende, wenn es wirklich völlig abstrus oder aber langweilig wird, das war zum Beispiel bei „Brothers and Sisters“ so, ist aber ein ganz anderes Thema.)
Die „Neue Vahr Süd“ hab ich endlich gemeistert, und ich war ein paar Mal kurz davor, es wegzulegen, war dann aber doch zu neugierig, wie es denn nun weitergeht. Der Schreibstil, der (wenig überraschend) gut zu Element of Crime-Liedern passt, ist in Romanstärke allerdings etwas anstrengend. Bei „Herr Lehmann“ war das nicht ganz so, aber dort musste die Hauptfigur auch nicht so sehr in jugendlicher Verwirrung und Orientierungslosigkeit gezeigt werden. Trotz allem bin ich gewillt, dem dritten Band und Bunde („Kleiner Bruder“) aufgeschlossen gegenüberzutreten, wenn ich es irgendwann anfange.
Ein bisschen Camilleri muss immer sein, um das Fernweh zu pflegen und sich an den neuesten Stilbüten von Catarella zu erfreuen.
Und schließlich ist noch Douglas Adams erwähnenswert; der Anhalter hatte sich bisher noch nie auf meinen Lesestapel geschlichen, vermutlich, weil ich generell nicht so wahnsinnig viel mit Science Fiction am Hut habe. Letztes Jahr dachte ich, dass es nun aber doch mal an der Zeit sei, und habe mir auch auch gleich 4/3 davon einverleibt. Band 5 steht schon in den Startlöchern auf meinem Nachttisch und kommt dieses Jahr auch noch an die Reihe. Wenn mir übrigens schon vorher jemand gesagt hätte, dass es sich um eine Trilogie in fünf Bänden handelt, dann hätte ich das womöglich schon früher gelesen…

gelesen:
Andrea Camilleri – Die drei Leben des Michele Sparacino
Andrea Camilleri – Das Paradies der kleinen Sünder
Marian Keyes – Der hellste Stern am Himmel
Sven Regener – Neue Vahr Süd
Richard Price – Cash
Khaled Hosseini – Tausend strahlende Sonnen
Lee Martin – Ein zu normaler Mord
Lee Martin – Das Komplott der Unbekannten
Lee Martin – Tod einer Diva
Lee Martin – Mörderisches Dreieck
Lee Martin – Tödlicher Ausflug
Lee Martin – Keine Milch für Cameron
Lee Martin – Saubere Sachen
Lee Martin – Hacker
Lee Martin – Der Tag, als Dusty starb
Lee Martin – Mord bleibt in der Familie
Lee Martin – Tod im Vogelkäfig
Douglas Adams – Per Anhalter durch die Galaxis
Douglas Adams – Das Restaurant am Ende des Universums
Douglas Adams – Das Leben, das Universum und der ganze Rest
Douglas Adams – Macht’s gut, und danke für den Fisch

Angefangen:
Morris L. West – Eminenz
Kate Saunders – Liebe macht lustig

Von 2011 mit rübergenommen:
Maren Winter – Der Stundensammler
Alain Montandon – Der Kuß. Eine kleine Kulturgeschichte
Andrea Camilleri – Was ist ein Italiener?

2009 angefangen und 2012 endgültig weggelegt:
Ulrich Ritzel – Forellenquintett (ich würde einfach nicht warm damit)

Jahre zuvor:
2009 (16), 2010 (8), 2011 (8)

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