Sonntagabend am See
Vorigen Sonntag bei Speyer:
Vorigen Sonntag bei Speyer:
Inzwischen nicht mehr blühende Rosen in der Talstraße in Neustadt, GärtnerGecko, und durchgeknalltes Neustadt am 3.7. nach dem Viertelfinale gegen Argentinien:
* Ich müsste mich mal endlich dazu bringen, mehr zu trinken. Was ich an einem Tag an Flüssigkeit zu mir nehme, ist viel zu wenig… vor allem jetzt, wo es so warm ist.
* In AGS (Algebraische Strukturen) schließen sich so langsam die Lücken, dafür tun sich ungeahnte Zusammenhänge auf und vorhin hagelte es Aha-Erlebnisse. Sehr schön. Das gleiche jetzt noch in Kombi (Kombinatorik und Analysis), bitte. Danke.
* Morgen der Versuch, ein Kleid zu kaufen. Stattfinden wird er in Mannheim und ich bin recht optimistisch. Danach gibts ein Eis vom Schmelzpunkt in Heidelberg. (Ungeschlagen leckerste Eisquelle, die gibt. Zum Niederknien und Reinlegen.) Und anschließend irgendwas mit Wasser und/oder Sonne, bevor in Neckargemünd ein Geburtstag gefeiert wird.
* Nachher Gockelburg in Maximiliansau. Statt Grillen. Bleibt der Balkon sauber so, wie er ist
Gestern war in Neustadt im Roxy wieder das berühmte KinoVino (Kino und Wein, hört man ja
), und diesmal war auch ich mit von der Partie. Um 20 Uhr ging es in unserem Saal los, und nach den Trailern kamen die gewohnt lustigen Begrüßungsworte des Kinochefs, der uns diesmal bat, besonders freundlich zu den Italienern zu sein, die nachher in der Pause hinter dem Buffet stünden, und außerdem ankündigte, dass der erste Film zwar eigentlich schon auf deutsch fertig sein sollte, aber es eben dann leider doch nicht sei, weshalb sie ihn nun als Original mit Untertitel zeigten. Diese Ankündigung spaltete das Publikum ein wenig, teilweise kam Applaus auf, teilweise waren die Leute nicht so begeistert. Ich fand es gut, welch Überraschung, ziehe ich doch die Originalfassung oft vor - jedenfalls dann, wenn ich die Sprache verstehe
.
Jedenfalls, der erste Film war Verlobung auf Umwegen, Deutschlandstart ist am 9.9.2010 (kein Wunder, dass die Synchronisation noch nicht fertig war…). Ich fand ihn toll, Denis wohl auch, das Roxy-Publikum gab eine 1,66, was den Film zum bestbenoteten seit Invictus macht (7.4., Note 1,64, zu dem wollte ich damals eigentlich auch was schreiben…). Im Mittelpunkt steht Anna aus Boston, die auf einen Heiratsantrag ihres Freundes wartet. Da dieser aber nicht zu kommen scheint, nimmt sie die Sache selbst in die Hand und macht sich eine alte irische Tradition zu nutze, nach der am 29. Februar (engl. Leap Day, so auch der Originaltitel) die Frauen den Männern Heiratsanträge machen dürfen. Über die Lachhaftigkeit der Tatsache, dass man dazu angeblich einen besonderen Tag alle vier Jahre braucht und es im Film niemandem in den Sinn kam, dass das vielleicht möglicherweise unter Umständen eventuell Schwachsinn ist und das im Zweifelsfall an jedem hundsgewöhnlichen Tag geht, lasse ich mich jetzt mal nicht aus… Daher reist sie ihrem Freund nach Irland nach, der dort auf einem Kongress weilt - allerdings treten bei der Anreise gewisse Schwierigkeiten auf, als ihr Flugzeug wegen schlechten Wetters nicht in Dublin landen kann und sie daher in Wales steht, irgendwie dann in einem irischen Kaff namens Dingle landet und von dort irgendwie nach Dublin gelangen muss. Dass das nicht alles genauso funktioniert, wie sie es gerne hätte, versteht sich ja von selbst
.
Und klar, das Ende ist absehbar, aber trotzdem wird die Geschichte hübsch erzählt und schafft es, nicht meine Fremdschäm-Sensoren zu treffen - da diese recht groß sind, ist das durchaus eine bemerkenswerte Leistung
. Außerdem sind die Bilder von Land und Leuten absolut fernwehauslösend, und irisches Englisch in der Originalfassung macht einfach Spaß
. Empfehlung!
In der Pause gab es dann Wein von der WG Herxheim am Berg und einen italienischen Spezialitätenteller von, ähm, hab ich vergessen. Das ganze in der lauen Abendluft draußen genossen, auch wenn an den extra auf dem Gehweg vorm Kino aufgestellten Tischen und Bänken kein Platz mehr war, weil wir mal wieder zu lahm waren - aber sich zu beeilen stand außer Debatte, viel zu gemütlich alles
. Aber auch so war das Essen gut, der Wein ebenso, die Stimmung entspannt und angenehm, und überhaupt - ich mag dieses Kino, falls es nicht auffällt
.
Nachdem uns, welch Jammer, auch noch ein Eis aufgedrängt wurde, ging es lustig weiter mit Männer im Wasser. Der Film stammt aus Schweden und läuft hierzulande am 19.8.2010 an, von mir gabs ne 2, vom Publikum im Schnitt eine 2,36. Eine etwas gealterte Herrenhallenhockey-Mannschaft, die zu besseren Zeiten mal fast irgendwas gewonnen hat (ich glaube, es waren die schwedischen Meisterschaften, bin mir aber nicht mehr sicher), wird aus seiner angestammten Trainingshalle vertrieben und ist daher auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld - das erstaunlicherweise im Wasser liegen wird. Bevor es tatsächlich dazu kommt, dass “die Schwäne” sich auf internationalem Terrain beweisen dürfen, müssen diverse Klippen umschifft werden, sowohl, was persönliche Querelen anbelangt (nein, diesmal ist keine Liebesgeschichte verbastelt), als auch der Umgang mit dem ein oder anderen Vorurteil. Insgesamt sind die Akteure jedenfalls herrlich menschlich, meist wildentschlossen und im Endeffekt gar nicht schlecht bei dem, was sie tun. Auch hierfür eine Empfehlung vom KinoGecko
.
In Neustadt nähert man sich dem korrekten Ortsnamen, Mußbach, schrittweise:
(Leider nur Handy-Schnappschüsse, ohne draufklicken sieht man vermutlich gar nichts. Also klicken
)
In Neustadt ist dieses Wochenende der Rheinland-Pfalz-Tag, das Landesfest, und im Rahmen dessen traten heute am späten Vormittag auch Hein&Oss auf. Diese Helden meiner Kindheit (nicht nur sie, es ist eine illustre Runde…) musste ich mir natürlich ansehen, unter anderem auch deshalb, weil man ja nicht weiß, wie oft sich einem diese Chance noch bieten wird - immerhin sind die beiden Jahrgang 1927. Also bin ich zum Hetzelplatz getrabt und habe mir eine halbe Stunde Hambach-Lieder angehört und mitgesungen, außerdem was über den Wiener Walzer (Tanz der Bürger als Gegensatz zum aristokratischen Menuett, etabliert durch den Wiener Kongress 1815, außerdem ein Zeichen der Emanzipation der Frau (man konnte den Fußknöchel sehen, hui)) gelernt und darüber, was die schwarzen Fahnen beim Hambacher Fest bedeuteten (Trauerflaggen der Winzer, die wegen hoher Zölle ihren Wein nicht exportieren konnten). Laut Heiner haben wir außerdem die Premiere eines Kulturereignisses mitbekommen, denn sie waren sich zum allerersten Mal auf der Bühne uneins, welche Strophe als nächste käme - Oss nahm dies zum Anlass, ein Witzchen über die steigende Wahrscheinlichkeit von Alzheimer zu machen. Kurzum, die Jungs waren gut drauf
.
Und wer ist wer? Derjenige ohne Tuch ist Oss.
Wie weiht man ein Gaadeheisl ein? Mit Grillen, logisch. Und wenns dann zwischendurch kurz regnet und dann wieder die Sonne strahlt, dann steht das der Kiwi ausgezeichnet.
Kurz vor einem lauten Schrei des Entsetzens war ich eben: “In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wird es am Wochenende wieder winterlich. In der kommenden Nacht sorgt das Tief “Yve” für Schneefall. Im Tiefland von Rheinland.Pfalz soll es zwei bis sieben Zentimeter Neuschnee geben, hieß es.”
Dann fiel mir auf, dass es eine alte Nachricht im Feedreader war (den hab ich am Laptop schon länger nicht mehr geöffnet), nämlich vom 5. März. Uff. War zwar gestern im Miramar, aber deshalb bin ich mit dem Sommer noch lange nicht durch ;-). (Vor allem hat der ja offiziell auch noch gar nicht begonnen!)
Im Moment sitze ich bei dem schönen Wetter allerdings drinnen und wiederhole KoSy (Kommunikationssysteme), die Tür zum sonnenbeschienenen Hof ist allerdings nur zwei Meter weg und offen, und nachher gehts zum berühmten Niederkirchener Griechen - dann kann ich bei dem auch mal mitreden :-). Ach so, und heute Abend wirds hoffentlich noch was mit den Inlinern.
hab ich verschiedenes gemacht: in Sinsheim alte Umzugskisten geleert (teils vom 2008er Auszug aus Tübingen, teils vom Februar diesen Jahres), in Niederkirchen grillenderweise ein Gartenhäuschen eingeweiht, endlich mal wieder Lasagne gemacht (gestern schon erwähnt, macht nix, toll genug für doppelt :-)), mich mit den Freuden der Algebra beschäftigt, leider noch immer nicht auf Lucid Lynx upgegraded, gearbeitet und wildfremde Leute (erfolgreich) angerufen, beim Fahrradhalter-an-die-Wand-schrauben hilfreich gekuckt, nicht zu vergessen durch Spanien gegondelt und zurückgeflogen, und mir außerdem Gedanken darüber gemacht, ob das Pink-Konzert nächsten Mittwoch in Heilbronn wirklich schon um 16:30 beginnt oder ob damit nicht vielleicht doch eher die Einlasszeit gemeint ist.
War wohl einiges los. Morgen dann wieder Uni und so.
Ein Schwung Fotos aus KL, hauptsächlich von der TU, aber auch rund um den Bahnhof.
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